wüchsig adj.
Fundstelle: Lfg. 11 (1958), Bd. XIV,II (1960), Sp. 1724, Z. 22
vgl. wächsig teil 13, sp. 137 und gewächsig teil 4, 1, 3, sp. 4738; häufiger als kompositionsglied, s. insbes. eigen-, halb-, natur-, ur-, vollwüchsig (umfassende zusammenstellung der erst seit der mitte des 18. jhs. auftretenden bildungen bei Sanders 2, 2, 1668); urspr. forstausdruck, belegt seit der zweiten hälfte des 17. jhs. 'wachstumsfähig, zu kräftigem gedeihen veranlagt und gut wachsend', von (holzliefernden wald-) pflanzen und (seltener) von tieren: Fischer schwäb. 6, 967; an wüchsigen, gesunden holtze ... schaden thun forstordn. Gotha 1664 bei Schwappach hdb. d. forst- u. jagdgesch. (1886) 1, 367 anm. 37; Göchhausen notabilia venatoris (1741) 213; es ist für den forstmann wichtig, zu wissen, ob ein bestand in schlechtem oder gutem zuwachs, wüchsig, sei Rossmässler der wald (1863) 69; deshalb wurden ... von den wildfarbigen (ferkeln) nur die besten und wüchsigsten tiere zur weiterzucht verwendet forschg. u. fortschritte 11 (1935) 354; stecklinge ... von gesunden, wüchsigen exemplaren Grunert zimmerblumen (1958) 74. bildlich: die frau musz ein wuchsiger fruchtbarer weinstock seyn Jung-Stilling s. schr. (1835) 4, 678. 'fruchtbar, guten ertrag bringend', vom boden: wichsiger, unwichsiger grund und boden forstordn. Würzburg 1668 bei Schmeller-Frommann 2, 839; ein sehr wüchsiger sandboden mit etwas leimen vermischt Rüling beschr. d. st. Nordheim (1779) 258. dazu wüchsigkeit, f., 'fähigkeit zu wachsen, wachstumsvermögen': verschiedenheit in der wüchsigkeit (der waldbestände) Rossmässler der wald (1863) 557; auch 'bodenfruchtbarkeit', vgl. Sanders ergänzungswb. 655ᵇ; (rosen-)sorten besonderer wüchsigkeit, gesundheit, unanfälligkeit daheim (22. 3. 1934) 5. —
wüchsig adj.
Fundstelle: Lfg. 11 (1958), Bd. XIV,II (1960), Sp. 1724, Z. 22
vgl. wächsig teil 13, sp. 137 und gewächsig teil 4, 1, 3, sp. 4738; häufiger als kompositionsglied, s. insbes. eigen-, halb-, natur-, ur-, vollwüchsig (umfassende zusammenstellung der erst seit der mitte des 18. jhs. auftretenden bildungen bei Sanders 2, 2, 1668); urspr. forstausdruck, belegt seit der zweiten hälfte des 17. jhs. 'wachstumsfähig, zu kräftigem gedeihen veranlagt und gut wachsend', von (holzliefernden wald-) pflanzen und (seltener) von tieren: Fischer schwäb. 6, 967; an wüchsigen, gesunden holtze ... schaden thun forstordn. Gotha 1664 bei Schwappach hdb. d. forst- u. jagdgesch. (1886) 1, 367 anm. 37; Göchhausen notabilia venatoris (1741) 213; es ist für den forstmann wichtig, zu wissen, ob ein bestand in schlechtem oder gutem zuwachs, wüchsig, sei Rossmässler der wald (1863) 69; deshalb wurden ... von den wildfarbigen (ferkeln) nur die besten und wüchsigsten tiere zur weiterzucht verwendet forschg. u. fortschritte 11 (1935) 354; stecklinge ... von gesunden, wüchsigen exemplaren Grunert zimmerblumen (1958) 74. bildlich: die frau musz ein wuchsiger fruchtbarer weinstock seyn Jung-Stilling s. schr. (1835) 4, 678. 'fruchtbar, guten ertrag bringend', vom boden: wichsiger, unwichsiger grund und boden forstordn. Würzburg 1668 bei Schmeller-Frommann 2, 839; ein sehr wüchsiger sandboden mit etwas leimen vermischt Rüling beschr. d. st. Nordheim (1779) 258. dazu wüchsigkeit, f., 'fähigkeit zu wachsen, wachstumsvermögen': verschiedenheit in der wüchsigkeit (der waldbestände) Rossmässler der wald (1863) 557; auch 'bodenfruchtbarkeit', vgl. Sanders ergänzungswb. 655ᵇ; (rosen-)sorten besonderer wüchsigkeit, gesundheit, unanfälligkeit daheim (22. 3. 1934) 5. —
Zitationshilfe
„wüchsig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/w%C3%BCchsig>, abgerufen am 17.10.2019.

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