unterhaut f.
Fundstelle: Lfg. 11 (1927), Bd. XI,III (1936), Sp. 1621, Z. 6
i. a. gs. der oberhaut. nl. onderhuid. vgl.überhaut.
1)
am menschlichen körper: dasz die menschliche haut aus zwei schichten bestehe, wovon die äuszere als oberhaut, die innere als unter- oder lederhaut bezeichnet wird Peschel völkerkunde 91. peritonium Höfler krankheitsnamenb. 896ᵇ (1617). unterhäutel: dann das unterheutel an augen (linse? Höfler 224ᵃ; 896ᵃ augenhäutel 3) ist etwas herdann gesenckt, gleich als sie geschlaffen hiet Maximilian v. Österreich (1477) privatbr. d. ma. 1, 188 Steinhausen.
2)
bei pferden: man greiffe nur einem pferde in dem schlund in die gurgel, da findet man 2 häute übereinander. ist nun die u. fast dünne, so wirds nicht gerne fett, aber es ist arbeitsam J. Walther pferde- u. viehzucht (1658) 6; einschusz ... eine eitrige entzündung der u. der pferde v. Alten handb. f. heer u. flotte 3, 309.
3)
bei pflanzen: die ... larve ... friszt ... zwischen ober- und u. des blattes ... eine mine Brehm thierleben (1890) 9, 161.
4)
in der gerberei: an die lederhaut schlieszt die u. an Karmarsch-Heeren 5³, 328; ausfleischen ... das entfernen von fleischtheilen an der u. (aasseite) Lueger 1, 591; 6, 93.
5)
zusammensetzungen meist nach 1: unterhautbindegewebe Schwerz prakt. ackerbau 805, -blutader Campe, -fettgewebe v. Alten handb. f. heer u. flotte 3, 704, -nerv Sömmerring bau d. menschl. körpers 5, 558, -wangenast 3, 2, 91, -wassersucht 8, 1, 208, -zellgewebe 3, 1, 53. unterhautschicht der brückenechse Brehm thierleben (1890) 7, 625. —
Zitationshilfe
„unterhaut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/unterhaut>, abgerufen am 21.10.2019.

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