unterdruck m
Fundstelle: Lfg. 10 (1926), Bd. XI,III (1936), Sp. 1528, Z. 36
a)
s. v. a. unterdrückung (s. d.); vgl. mhd. underdrücke, -drückunge, nhd. niederdruck, verdrückung: na den ersten striten, die da geschehent mit dem untertruck fleisches und bluͦtes H. Seuse d. schr. 158, 21 B.; all ir sünd alles untertrucks unschuldigs bluͦts schriet über üch J. v. Watt vom alten u. neuen gott 44 Kück; die Preuszen aber wolten ungern leiden, dasz die ordensbrüdere mehr stedte und schlösser zu ihrem unterdruck im lande bawen ... solten M. C. Schütz historia rerum Pruss. (1592) 1, H 1ᵇ; M. Friedwald elbingisch-preusz. gesch. 175ᵃ;
... das sind zehen guter stück,
dem gesunden leib zu unterdrück
Petri d. Teutschen weisheit P p p 8ᵇ;
J. Ph. Abelin inventarium Sueciae (1632) 129ᵇ; einen tapferen mann nennen wir denselben recht, welcher ... in verleumbdungen und unterdruck starkmütig und festes sinnes ... verbleibet Schottel ethica (1669) 428. veraltet.
b)
'u. in der buchdruckerei ein farbig gedrucktes muster, auf welches bei buchumschlägen, papiergeld und ähnlichem die schrift und die eigentlichen verzierungen in anderer farbe gedruckt werden' Bucher kunstgewerbe (1884) 418ᵇ; Prechtl 22, 155; unterdruckplatte W. Hellwig wb. d. fachausdrücke 92ᵃ; vgl.überdruck 2.
c)
niederdruck 2 entsprechend, niederer druck bei dampfmaschinen, der die spannung der atmosphäre nur wenig übersteigt oder darunter bleibt (vgl.überdruck 1, hochdruck 1): Muspratt chemie 4 (1893), 339. —
Zitationshilfe
„unterdruck“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/unterdruck>, abgerufen am 19.10.2019.

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