unsauber adj. adv.
Fundstelle: Lfg. 9 (1923), Bd. XI,III (1936), Sp. 1305, Z. 66
gth. von sauber (zur wortgeschichte Staub-Tobler 7, 76; Franck-van Wijk 829ᵃ). ags. unsŷfre; engl. unsober (veraltet). ahd. unsûbar, -sûbro; mhd. unsûber, -souber, -sûfer; mnd. unsuver; mnl. onsuver; nl. onzuiver. zu den formen s.sauber I, un(ge)ziefer sp. 943/4, 946; unsawer Clemen reform. flugschr. 3, 205; frühnhd. auch umgelautet: unsaͤuber (druckfehler?) und wuͤst M. Herr feldbau 97ᵇ; ain witwe und ain münich sein als ain aff, ye unseubrer sy sein, ye hübscher sein sy A. v. Eyb spiegel d. sitten (1511) t 4ᵃ. durch wettbewerb der syn. unrein, -flätig, -keusch, -klar, -lauter, schmutzig, dreckig u. dgl., durch nicht sauber (Staub-Tobler 7, 76; sauber II 2 b), durch ironisches sauber (s. d. 6), und durch die von Adelung vermerkte neigung der schriftspr. zu blosz euphemischem gebrauch ist das gebiet des wortes vielfach eingeengt.
1)
gth. von sauber 1. a) sauber 1 a entsprechend. α) nicht frei von fremden bestandtheilen: der adel hat ja zu seinem ebenbilde die perlen, welche ... ohne ihren gäntzlichen verderb keinen unsaubern beysatz annehmen Lohenstein Armin. 1, 15ᵃ. übertragen 'gefälscht, vergiftet' u. ä.: wein, von päpstlicher lehre (heute stärker als unrein 1 a γ; vgl.unrein 2 f) Sleidanus reden 51 B.; allgemeiner, verblassend: doch schon damals rügte man die unsaubern (tendenziös entstellenden) elemente, die Menzel zu seiner darstellung der deutschen literatur mischte Gutzkow beiträge z. gesch. d. n. lit. (1836) viii. komisch übertreibend für unrein (s. d. 2 e) von bürgerlichem blut Kortum Jobsiade 3, 38. nur noch in der ma. (tauben mit falsch gefärbten federn Staub-Tobler 7, 77, 1 b), die auch unsauberes getreide, mehl, wasser u. s. w. (ebda; els. wb. 2, 331ᵇ und wohl allgem. südd.) kennt. schriftsprachlich sonst i. a. durch unrein ersetzt. β) gth. v. sauber 1 a β. attributiv: das unsauber ende (abtritt) Arigo decam. 84, 12, ort Br. Grimm sagen 2, 195, geszlin Montanus schwankb. 153, hausz Lehmann floril. 2, 765, wasserpfützen Tschudi chron. 1, 188, kleider Terenz (1499) 43ᵇ, gschirr Leo Jud v. warem u. falschen glauben (1526) F 4ᵇ, die unsaubersten wirthschaftsgeräthe Holtei erz. schr. 3, 18, tischtuch B. Auerbach 6, 55, schuhwerk Polenz Grabenhäger 1, 292, zähne theatr. amoris 1, 213 (anders 2 a), hände, wäsche (Kramer [1702] 2, 431ᵇ, 'besonders hochdeutsch' Adelung), wetter akten u. briefe z. kirchenpolitik Georgs v. Sachsen 1, 400; E. Th. A. Hoffmann 3, 166; Staub-Tobler 7, 77, vgl. 66 und unrein 1 a β; unsaubrer wind crepitus ventris ebda 5, 164; in n. spr. euphemisch: anhäufung unsauberer evaporationen Schopenhauer 5, 176; auch schuster und die mit unsauberer arbeit (anders 3) umbgehen, wohnen hinden in der statt G. Braun beschreibung u. contrafactur 5, reg. 2, 1ᵃ; unsaubere bettler, kinder, thiere u. s. w. (übertragen: was mit unsaubern henden geopffert wirdet, das begert gott nit Albertinus zeitkürtzer 86ᵇ; unsaubere stufen zur grösze quelle bei O. Jahn Mozart 4, 318; sohlen G. Freytag 9, 88; Laube 2, 261). 'kotig, ekel erregend, ekelhaft': sy haltends (das geistliche recht) schnöder dann das brett hinden am gemeynen sprachhusz, da die buren die unsuberen zoten überab werffend ein klegliche botschafft den bapst in Romen betreffend (1528) a 1ᵃ; geschmack Arigo decam. 87, 18; köste fastnachtsp. 658, 2 K.; nahrung G. Freytag 18, 123 u. ä. 'nicht auf reinlichkeit bedacht, unreinlich': der adler ist ein unsauberer vogel Heuszlin Gesners vogelbuch 2ᵃ; affe Treuer Dädalus 1, 61 (übertragen: disz unsaubere widhoppen Luther 10², 72, 15 W.; sich u. halten Kramer [1702] 2, 431ᵇ). prädicativ: Fortunatus (1509) 27 ndr.; der regent wird davon nicht beschwert und unsauber, wenn das rosz unter ihme stallt Lehmann florileg. 2, 762; sich an etwas u. machen Kramer (1702) 2, 431ᵇ; Laukhard leben 3, 258; etliche (bettler) kriechen ... auff die erden, ... da es am aller unsaubersten ist Pape bettel- und garteteuffel (1586) k 8ᵃ; Göthe 19, 274, 27 W.; junge hunde machens u. und unrein in den stuben viehbüchlein (1667) 89 (übertragen: der lufft ist aller dingen unsuber [vgl.δ] ab den groszen thyrannyen, mit dennen du umgast täglichen Morgant 157 B.). substantivicrt: etwas unsaubers und mistechts M. Herr feldbau 42ᵇ; vil unsaubers ... von maden, würmen Wickram 7, 32, 774; vgl. ungeziefer sp. 943, 946; unsauber macht feist Lehmann florileg. 3, 449; Aler 2, 2100ᵃ; Kirchhofer 255; Staub-Tobler 7, 77; Wander 4, 1474. adverbial: u. schmecken H. Sachs 21, 193, 26 G.; in der küche geht es zum abscheu bunt und u. her Br. Grimm br. an Benecke 87. γ) gth. v. sauber 1 a γ: da wann ainer in ire häuser kompt, nichts wüstes ... unsaubers, zerlumpts, zerrissen, zerprochen ... sihet Fischart podagr. trostb. 84, 10 H.; unsaubern plunder Rein. Fuchs (1650) 92; unsauberes haushalten Kramer; unsaubere wirtschaft Mörike 3, 95; mit unsauberem luxus Meinecke Boyen 1, 55. δ) sauber 1 a ε entsprechend (vgl. die schon angeführten übertragungen):
wasch das da unsauber ist
Bäumker kathol. kirchenlied 1, 630;
der eingang (ins papsttum) ist u. Sleidanus reden 220 B.; die unsaubere und besudelte lere der phariseer Mathesius Sarepta 121ᵃ; verblaszt: hier ist's mir nicht mehr reinlich genug, alle verhältnisse sind u. Viebig schlaf. heer 2, 435; vgl. 2. b) sauber 1 b (c) entsprechend: ey wie sauber ist derselbe unsaubere kerl zu der thür hinausgeworffen worden, der ohne hochzeitliches kleid ... erschienen Abr. a St. Clara etwas für alle 2, 103; ein armer in einem unsaubern kleide (gs. herrlich) Jacob. 2, 2; 'nicht, wie es der anstand erfordert' Teller 2, 298. in n. schriftspr. nur undeutlich nachklingend: G. Freytag 5, 21. c) gth. v. sauber 1 c: erste d. bibel 3, 181, 40; das ist ain unsubere gestalt Steinhöwel Äsop 42; was u. ist, dem musz man ein farb anstreichen A. v. Eyb d. schr. 1, 18, 30; Staub-Tobler 7, 78, 2. veraltet.
2)
wie sauber 2 in freierem gebrauch. a) nosologisch u. rituell. α) unrein 2 d entsprechend: 'von schlechter blutmischung, zerfressen, geschwürig' Höfler 545ᵃ; geblüt 60ᵇ; schaden 550ᵇ; (faule) zähne 843ᵇ; dasz min arsbagken durch sin emssig straiche an demselben ende allwegen offen stuͦnden und unsuber von geschweren und aissen N. v. Wyle transl. 268, 13 K.; kein fontanel woldt ich L. rahten, den auszer dasz es ein unsaubere sach ist, es ist auch gefahrlich El. Charlotte von Orleans 3, 48; Ruoff oben sp. 1263 f.; was unsaubers in der wunden ligt Gäbelkover 2, 252; 1, 79; gesicht (von hautausschlag) Staub-Tobler 7, 77; aussätzig ebda; unsaubere (pestverseuchte) wirtshäuser 7, 78 (1636) (übertragen: mit deiner blinden vernunfft und unsaubern augen Luther vorr. zur offenb. Joh. 7, 475 B.; B. v. Chiemsee 231). von thierseuchen Fischer schwäb. wb. 6, 213; räudig von hunden; giftig von kröten; von vieh, schmalvieh und pferden Staub-Tobler 7, 77; von einer unsaubern stutten Böhme roszarzney 9; vom hals, v. augen des pferdes Walther pferde- u. viehzucht (1658) 158; Hörwart v. Hohenburg kunst d. reiterei 3ᵇ; unsauberes oder krankes vieh tirol. weist. 4, 464, 19 (1658). veraltet. β) rituell (unrein 2 k); mnl. wb. 5, 956, 3; vgl. 1 a δ: des berúrde do ist unsauber erste d. bibel 3, 434, 19; dann alle juden ... u. ... gewesen J. Bentzius päbstliche chron. 16; unsaubre hunde (ungläubige) Gries ras. Roland 2, 26. veraltet. b) sittlich, gth. v. sauber 2 b, unrein 3 entsprechend. α) sündig, sündhaft, verflucht (unrein 3 a): sihe, das du dich nit mit lastern u. machest S. Franck sprichw. 1 (1541), 63ᵃ; dero gemuͤt und conscientz unsuber ist Zwingli freiheit d. speisen 4 ndr.; da die widertäuffer ir unsauber und gottlos regiment anstelleten Rätel chron. (1607) 377; dieses unsaubere (ruchlose) drachenvolk Göthe 25, 151 W. abgeschwächt mit mundartlichem beiklang 'schuldhaft': A. war es, als läge etwas unsauberes auf der seele des bruders O. Ludwig 1, 152; wenn er wirklich etwas unsauberes getan hat Scheffel 3, 126. spottend: M., der die unsaubren bücher verbrannt hat auf der Wartburg Scherer kleine schr. 1, 82. unrein 3 c (s. d. sp. 1267) entsprechend, unsaubrer geist, unsaubre geister: Graff 6, 70; O. Gaupp zur gesch. d. wortes rein 17; mnl. wb. 5, 956; Lindmeyr wortschatz Luthers 94ᵇ; Büchmann ²⁴58; ein mensch besessen mit einem unsaubern geist Marc. 1, 23; 26; 27; 3, 30; Matth. 12, 43; Luc. 11, 24 (teufel 4, 33); macht uber die unsaubern geister Matth. 10, 1; Luc. 4, 36; apostelgesch. 5, 16; 8, 7; es sey nichts daran gelegen, ob gott oder teuffel, engel oder unsauber geist dem krancken hülff erzeigen Nigrinus v. zäuberern 92; sie meinen, dasz vor der tauffe der unsauber geist im kinde wohne A. Olearius verm. reisebeschreibungen 144;
lasz ab von mir, unsaubrer geist!
W. Busch d. h. Antonius 63.
sehr häufig in erweiterter bed.: Göthe war in Karlsbad, kam von einem morgenspaziergange zu hause und sagte: 'man stöszt in der welt doch immer und allenthalben auf unsaubere geister' Göthes gespräche 8, 295 B.; Fichte 5, 280; E. Th. A. Hoffmann 7, 169; der unsaubre geist der trägheit Fr. L. Jahn 2, 455, der zeit Gaudy 1, 99; 17, 65; 4, 142; komisch diese bed. mit 1 a β durcheinander schiebend: er erblickte ein menschenkind im kampf mit den unsaubern geistern des abgrunds (dem schmutz des weges) Raabe hungerpastor 2, 39. β) wie unrein 3 d 'niedrig, gemein, improbus': ein unsauber ding (res foeda 1. Mos. 34, 7) erste d. bibel 3, 158, 23; als schelte: unsaubere thiere Mommsen röm. gesch. 2, 64 (Tit. 1, 12, böse thier Luther). unrein 3 d β entsprechend (mnl. wb. 5, 596, 2), 'entehrend, beleidigend, verletzend' u. dgl.: böse, wüste und unsubre wort H. Fründ chronik 136; ein unsauberes maul Staub-Tobler 7, 78; Jeanettens unsaubere lippen Gutzkow ritter v. geiste 3, 217. γ) abgeschwächt 'unehrenhaft, unredlich, unaufrichtig, dem nicht zu trauen ist' u. dgl.; 'verdächtig, unzuverlässig' Staub-Tobler 7, 78 d; els. wb. 2, 331ᵇ; vgl. unrein 3 d γ: ein etwas unsauberes geschäft, bei dem nicht alles in ordnung ist; eine unsaubere (schmutzige) geschichte; aus unsauberer privatgiftigkeit H. Heine 2, 430 E.; danksagung Varnhagen v. Ense tageb. 6, 312; mittel Holtei erz. schr. 1, 77; 14, 65; seitenwege Laube 2, 86; mit dem unsauberen treiben des wahlgeschäfts Mommsen reden u. aufs. 172; Scherer kl. schr. 1, 69; zu boshaften streichen geneigt Staub - Tobler a. a. o.; einem verdächtigen und unsauberen französischen vagabunden Häusser d. gesch. 2, 453; verräter, unsaubere subjekte G. Keller 6, 270; elemente Treitschke d. gesch. 1, 293; ein unsauberer patron u. dgl. Pansner schimpfwb. 74ᵃ; unsauberes (unrat) merkend Mörike 1, 252. δ) wie unrein 3 b im geschlechtlichen sinne: Stretlinger chron. 1, 125 B.; weil er (Guarinus) .. etwas u. und geil in seinen reden, so ... Morhof unterricht 1, 207; Tieck 4, 112; solchen unsaubern hengsten Prätorius Blockesberges verrichtung 63, nymphen Laukhard leben 1, 195, dirne Lenau 532; man empörte sich vor dem unsauberen geist in Göthe (dazu 2 b α) Nietzsche 8, 13; ainer unsubern lybs wolnust Steinhöwel ber. frauen 27; minneregeln Gervinus gesch. d. d. dicht. 2, 63, dinge Immermann 5, 19, liebesabenteuer Treitschke aufsätze 1, 93, anblick Holtei erz. schr. 2, 57 u. s. w. ε) gth. v. sauber 2 c, unrein 3 d δ entsprechend; vgl.unsäuberlich; rusticus Graff 6, 70; Staub-Tobler 7, 78, 3. von personen: der grobe, unsauber schmid Faber zu Costnitz Luther 18, 649 W.; ein wüster, unsauber zuchtmeister 30², 183 W.; ganz allgemeine schelte: der selb unsauber mensch (Aristoteles) 8, 301 W.; nit unsauber gsellen (schmuck, wohlgezogen, höflich) Fischart Eulenspiegel 3597; dasz er sich herabliesz, uns unsaubere knaben fördern zu wollen Holtei vierzig jahre 1, 89; 5, 202; geizig, filzig Frischlin nomencl. (1591) 161; ein unsauberer (säuischer) mensch Kramer (1702) 2, 431ᵇ. von nichtpersönlichem: ein unsuber lachen Suso d. schr. 161, 30 B.; mit unsaubern, groben wortten (1464) Lori bergrecht 76; das er ... nicht ein frey, frech, wild, unsauber und unördig leben füre in fressen, sauffen Luther 34², 108, 28 W.; unsauber, blutig striemen B. Waldis Esopus 2, 179 K.; der mönch versatzt ihm mit dem kreutzstock so ein unsaubers zwischen den halsz und halszkragen auffs acromibein, dasz ... Garg. 405 ndr.; von einem hübschen menschen sol kein unsauber wort ausgehen Fr. Wilhelm sprichw. reg. g g 2ᵃ; er war durchaus nicht roh, nie gieng ihm ein unsauberes wort über die lippen R. v. Mohl lebenserinnerungen 1, 52; unsaubre zweifel A. W. Schlegel Shakespeare 5, 83; 1, 39; kaum noch im alten sinne R. Wagner 3, 215. gern adverbial (eine fülle mundartlicher verbindungen bei Staub-Tobler 7, 78 f.): in mit heftigen scheltworten gar u. ausricht Arigo decam. 183, 7 K.; das sie ... u. mit im umbgangen seien Luther 28, 256, 27 W.; 30², 303 W.; dann er wise den adel ... u. von dem hoff S. Franck chron. German. (1538) 174ᵃ; wie unsanft 1: u. niderstellen Wickram 3, 50, 22; Kirchhof wendunmuth 2, 78; B. Waldis Esopus 2, 120 K.; gehst du nicht bälder als bald, so wil ich dir u. den weg zeigen franz. Simplicissimus 1, 68; Butschky Pathmos 28; Erlach volkslieder 2, 267; Ditfurth volksl. d. bayer. heeres 41; Hütchen warf unsichtbarer weise ihn so u. heraus (aus dem bette), dasz ihm die rippen krachten Br. Grimm sagen 1, 52. sonst eigentlich nicht mehr schriftsprachlich.
3)
gth. v. sauber 3 (vgl. unrein 2 c): eine unsaubere arbeit Adelung; du machst unsaubere arbeit, schau, dort hängt noch ein apfel und dort noch einer Auerbach dorfgesch. 4, 7; ein unsauberer arbeiter; mäder, recher Staub - Tobler 7, 77; vom buchdruck Hoyer-Kreuter 1, 792; eine falsche, unsaubere schrift Butschky kanzelley 7; zeichnung, entwurf; die unsauberste prosa Gervinus gesch. d. d. dicht. 3, 195; adv.: so stehet es auch zum hefftigsten u., wenn allerley lateinische ... und welsche wörter in den text unserer rede geflickt werden Opitz poeterei 27 ndr.; wenn er (der vorschneider) seine sache u. macht v. Fleming soldat 30; u. ins auge fallen th. 1, xvii; Hoffmann v. Fallersleben 7, 110.
4)
sauber 7 (ende), unrein 2 b, ungeheuer 2 entsprechend:
so war auch dieser waldt unsauber
von wilden schwein, wolffen und pern
Hans Sachs 9, 176, 11 Keller;
adv. syn. mit gefehrlich 9, 146, 32 K.; ein unsauberer weg, eine unsaubere gegend (unsicher, gefährlich), im gwülk ists unsufer (andere witterung bereitet sich vor) Staub-Tobler 7, 78, 1 d β; etwas unsauberes verhextes ebda; ebenso im emsländischen nd.: Dincklage-Thaule wat de olle möke vertellde (Lingen 1921) 93. im wortspiel mit bed. 3: Göthe IV 24, 26, 26 W.
Zitationshilfe
„unsauber“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/unsauber>, abgerufen am 24.05.2019.

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