unerwünscht part.-adj. adv.
Fundstelle: Lfg. 4 (1915), Bd. XI,III (1936), Sp. 515, Z. 72
nicht oder wenig erwünscht:
dô erschein der underwunschte tac
und was diu süeʒe naht für
Lanzelet 1115;
die schuld des so unerwünschten ... ausganges Gottsched neueste 5, 268; eine solche leichte, oberflächliche, aber wohlmeinende behandlung des ganzen ist nicht unerwünscht Göthe IV 11, 261 Weim.;
die ersten dieser stadt erheben sich ..,
die schiffe zu bewundern, die gereiht,
uns unerwünscht, das hohe meer gewinnen
natürl. tochter 2402;
wenn jemand in ein gasthofsgemach, das er so eben verliesz, unerwünscht wieder einzukehren genöthigt ist 24, 155, 25 Weim.; die unerwünschte schmerzliche botschaft Schiller braut v. Messina 2274;
die stimme kenn' ich, doch
sie schallt so unerwünscht
F. Schlegel museum 2, 525;
den unerwünschtesten eindruck machen J. Grimm an Dahlmann br. 1, 519; in nicht unerwünschter weise Fontane I 5, 110; dasz dieser antrag ... mir im höchsten grade unerwünscht gekommen ist Bismarck pol. reden 4, 305. —
Zitationshilfe
„unerwünscht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/unerw%C3%BCnscht>, abgerufen am 20.07.2019.

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