unbezahlbar verbaladj. adv.
Fundstelle: Lfg. 3 (1914), Bd. XI,III (1936), Sp. 384, Z. 28
viel gebräuchlicher als das formale gegentheil bezahlbar. Campe. wohl durch begriffsentlehnung aus fr. impayable, it. impagabile gewonnen. mnl. onbetaelbaer insolvent; nl. onbetaalbaar; dän. ubetalelig knüpft an unbezahlich: ein unbezahliches arcanum Thurneisser erdgew. 68. eigentlich und figürlich wie kostbar, köstlich, herrlich, göttlich, gottvoll oft mit scherzendem oder ironischem beiklang in familiärer rede. vgl. impayable und das reich entwickelte nl.: nicht jeder benutzte da .. die unbezahlbare .. musse Zimmermann eins. 3, 257; wäre er (der herzog) nicht manchmal roh gegen die frauen, er wäre ganz unbezahlbar Göthe IV 8, 6 Weim.; bist ein unbezahlbarer bursch Nestroy 5, 259; doppelsinnig: man kann viele dinge kaufen, die unbezahlbar sind Ebner-Eschenbach 1, 16. adv.: wie herr Klopstock unbezahlbar erinnert hat Lenz verth. 18; unbezahlbar lustig th. 5, 1859. unbezahlbarkeit, f. Campe. im sinne von unbezahlbar gelegentlich unbezahlt, part. - adj. Neidhart Fuchs 2157. sonst meist pass. z. b. unbezahlte rechnungen Kotzebue 5, 221; Zedler 49, 1138. veraltet act. unbezalet davongehen Latendorf sprichw. 1532, 182; unzalt Sachs 21, 116, 14 K.-G.; nl. onbetaald; ἄμισθος Droysen Äsch. 142. —
Zitationshilfe
„unbezahlbar“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/unbezahlbar>, abgerufen am 19.07.2019.

Weitere Informationen …