vb.
Fundstelle: Lfg. 6 (1933), Bd. XI,II (1936), Sp. 900, Z. 13
trennbar, herum-, umhergaukeln: das könig Cyrus ... die trunkene knecht für den tisch hat umbgaukelen und unstätig sein lassen Fischart w. 3, 121 Hauffen; du weiszt halt als ein wansinniger narr selbst nicht, was du lalst, und gauckelst dir selbst im liecht umb J. Nas antipap. eins u. hundert 5, 329ᵇ, vgl. sich selbst im licht stehen teil 6, 867; ein anderer (rühmt sich), weil er ein vögelein schöner zerlegen und höflicher damit umbgaucklen kan A. Agricola Drexels gutes aug (1629) 373. untrennbar, um etwas herum gaukeln: reiten ... umgauckelt von schmetterlingen Bonstetten br. (1797) 11; ich ... umgaukelt von der geflügelten und vierfüszigen tierwelt G. Keller 1, 191; die amoretten ... warten auf eine günstigere zeit, sie (Minerva) wieder neckend und spielend zu umgaukeln fürst Pückler briefw. 4, 47; häufig bildlich und übertragen:
in unentweihten tänzen
umgaukeln dich das lachen und der scherz
J. Fr. Löwen schr. (1765) 2, 71;
der phantasien, die sie umgaukelten Thümmel reise (1791) 7, 7; von der anmut des festes, das ihn umgaukelte, heiter gestimmt H. v. Kleist 3, 222 E. Schmidt; seltsame gestalten umgaukelten seine sinne in wilder unordnung Aurbacher volksbüchlein (1839) 2, 33. —
Zitationshilfe
„umgaukeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/umgaukeln>, abgerufen am 20.10.2019.

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