tragfähig adj.
Fundstelle: Lfg. 7 (1932), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 1131, Z. 6
erst seit dem 19. jh. bezeugt.
1)
fähig, last zu tragen, vgl.lastbar 1 th. 6, 250, auch tragbar A 2 th. 11, 1, 1031: nachts träumen wir vergebens von weideplätzen und festem, tragfähigem boden Sven Hedin abenteuer in Tibet¹⁶ 291; sie (sandschüttung) gibt ... eine ... tragfähige fläche, wenn der sand nicht weggespült werden kann Schönermark-Stüber hochbaulex. 489; ein bei der ... streckenzimmerung bei nicht fester, tragfähiger sohle quer über letztere gelegtes holz Veith bergwb. 256; die herstellung des fundaments eines massiven bauwerks soll diesem eine tragfähige unterlage geben v. Alten handb. 4, 477; nun wurden auch die schienen (der eisenbahn) tragfähiger gemacht Karmarsch-Heeren 3, 78; gegen ende des mittelalters wurden die segelschiffe gröszer und tragfähiger v. Alten handb. 4, 12; mit tragfähigeren fesselballons sind ... höhen von ... 1800 m gehalten worden ebenda 1, 802. übertragen: allzu tragfähig ist diese hoffnung nicht tägl. rundschau 1903 nr. 125, 1ᶜ.
2)
fähig, frucht zu tragen; vom thier: hier war die einheit, nach der ... ganze vermögen ... abgeschätzt wurden, der wert einer tragfähigen kuh Luschin v. Ebengreuth münzkunde 135; vom erdboden: Irland hat einen sehr tragfähigen und fruchtbaren boden hannov. magazin (1846) 115, 1; kein acker bleibt tragefähig, wenn ihm nicht die durch die ernten entzogenen stoffe wieder zugeführt werden Lagarde dtsche schr. 243.
Zitationshilfe
„tragfähig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/tragf%C3%A4hig>, abgerufen am 25.06.2019.

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