todesfall m
Fundstelle: Lfg. 3 (1891), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 558, Z. 38
1)
sterbefall, tod, obitus Stieler 419 (vgl.todfall): des kaisers todes-fall. Wedel hausbuch 266;
wenn man ihm thut den todtsfall sagen.
Ayrer 1010, 31;
wir klagen überall,
dasz noht und todes-fall
uns manches leid erreget.
S. Dach 206 Öst.;
wenn werthe helden auch, wie sonst gemeine leute,
durch ihren todes-fall (tod) gantz kämen auf die seite
und würden nichts, wie sie, so ...
Fleming 219;
der himmel müsse dir, o fest, gewogen sein,
kein wüster unglücks-sturm soll deine freuden stören,
kein blasser todes-fall reisz dein vergnügen ein!
Günther 1133;
o! die arme dame! im ersten kindbette zu sterben! so einen schmerzhaften todesfall für unsere ganze familie vergaszen sie uns zu melden? K. G. Lessing die maitresse 32, 15 neudr.;
der plötzlich schnelle todesfall.
F. Schlegel ged. 152;
auf den todesfall, in casum mortis Stieler a. a. o.
2)
sturz, fall in den tod (vgl. todessturz):
im freudevollen todesfalle
zusammenstürzen.
Lenau 2, 90.
Zitationshilfe
„todesfall“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/todesfall>, abgerufen am 23.07.2019.

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