tadelhaft adj
Fundstelle: Lfg. 1 (1890), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 10, Z. 72
1)
mit tadel (1) behaftet:
der do stæticlich straft
und ist doch selber tadelhaft.
Vintler 2279. 3740;
der ist reich von wissenschaft,
doch im leben tadelhaft.
S. Dach 736.
2)
zu tadeln, vituperabilis Stieler 2253:
mein freier mann wird männern tadelhaft.
Hagedorn 2, 167;
kein miszbilligen, kein schelten
macht die liebe tadelhaft.
Göthe 4, 118;
die folgen, die ein verkehrter verstand aus untadelhaften gründen zieht, sind öfters sehr tadelhaft. Kant 8, 229; tadelhafte that. Scheffel Ekkeh. 368.
Zitationshilfe
„tadelhaft“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/tadelhaft>, abgerufen am 25.08.2019.

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