streitmacht f.
Fundstelle: Lfg. 9 (1957), Bd. X,III (1957), Sp. 1391, Z. 22
die kampfkraft eines bewaffneten verbandes, oft auch dieser selbst; vgl.: wenn wir von vernichtung der feindlichen streitmacht sprechen, so müssen wir hier ausdrücklich darauf aufmerksam machen, dasz uns nichts zwingt, diesen begriff auf die blosze physische streitkraft zu beschränken, sondern die moralische notwendig darunter mit verstanden werden musz Clausewitz vom kriege (1912) 32. seit dem 18. jh. reich bezeugt: darum beschwor Artabazus den könig, nicht seinem zorne zu folgen, bei den meuterern sei die gröszere streitmacht Droysen gesch. Alexanders d. Gr. (1833) 254; alle diese zahlen geben ... nur einen sehr unvollkommenen begriff von der eigentlichen streitmacht Spaniens Roon iberische halbinsel (1839) 1, 31; Alexander schlägt ihre vereinigte streitmacht Mommsen röm. gesch. 1 (1856) 334; er hatte schon vernommen, dasz sie (eine räuberbande) ihm mit ernst nachstellten, um ihn ihrer streitmacht anzureihen Rosegger schr. (1895) I 7, 260; der feldherr kennt nur ein kriegsziel, die vernichtung der feindlichen streitmacht Seeckt gedanken e. soldaten (1929) 26. bildlich: mein letzter college im finanzministerium ... hatte ... mit den parlamentarischen ... schwierigkeiten ... zu kämpfen; dagegen war die streitmacht seiner räthe ohne zweifel der freiern bewegung froh, die nach meinem ausscheiden aus dem staatsministerium eintrat Bismarck ged. u. erinn. 2, 236 volksausg.
Zitationshilfe
„streitmacht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/streitmacht>, abgerufen am 23.05.2019.

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