steuerkraft f.
Fundstelle: Lfg. 16 (1936), Bd. X,II,II (1941), Sp. 2630, Z. 6
fähigkeit, vermögen, steuerabgaben zu leisten, zu steuer abgabe (sp. 2597); meist von land und volk: das gleichgewicht zwischen den einnahmen und ausgaben des staates wieder herzustellen, ohne die steuerkraft des landes in erhöhtem masze in anspruch zu nehmen Bismarck polit. reden 4, 296 Kohl; die nothwendigkeit, die steuerkraft der stadt höher als bisher anzuspannen Nitzsch deutsche studien (1879) 287; eine summe, die wahrlich die steuerkraft Preuszens nicht erschöpfen wird Wilhelm I. milit. schr. 2, 159; dass die wirthschaftspflege des vorigen jahrhunderts weniger die zwecke der kulturförderung an und für sich im auge hatte, als die hebung der steuerkraft Bernhardt gesch. d. waldeigentums 2, 81; auch auf den einzelnen steuerzahler bezogen: einige volksfreundliche wünsche ..., als da sind: ... die besteurung nicht länger nach dem stande, sondern nach der steuerkraft Dahlmann gesch. d. franz. revol. 151. auch im pl.: alle waren es ihnen wohlbekannte landleute, deren bürgerliches dasein sie zu grunde gerichtet hätten, wenn nicht der staat mit seinen steuerkräften eintrat G. Keller 8 (1903) 319. —
Zitationshilfe
„steuerkraft“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/steuerkraft>, abgerufen am 23.07.2019.

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