spielkamerad m.
Fundstelle: Lfg. 13 (1904), Bd. X,I (1905), Sp. 2403, Z. 40
mein enckel, der duc de Chartre, ist mitt ein hauffen junge buben von seinen spielcammeradten herein kommen, die haben so gerast, dasz ich nicht habe schreiben können. Elisab. Charlotte 3, 520 (15. febr. 1715); Claudchen, noch was hab ich dir mitgebracht, das wird dir gewisz freude machen. einen spielkammeraden. Tieck 1, 155; wenn du mich lieb haben willst, und ich soll dein geselle und spielkamerad sein, an deinem tischlein neben dir sitzen u. s. w. Grimm märchen 2 (nr. 1); den ganzen tag liegt der maulaff an der landstrasze, und neckt sich, da es an andern spielkameraden fehlt, mit den hunden, die vorüberlaufen. Hebbel 1, 353 Werner (der diamant 3, 1); sie ... musterte mit unverkennbarer verdrossenheit den struppigen kopf meines spielkameraden. Storm 1, 66. auch für mädchen: im jahre 1795 wurde den eltern eine tochter geboren, zärtlich von dem bruder geliebt, obgleich in den kinderjahren durch die altersverschiedenheit nicht zum spielkameraden geeignet. Uhlands leben v. s. witwe 4. seltner dafür eine besondere weibliche bildung: dasz er sich nicht untersteht, meine liebe spielkamerädin, das comteszchen, anzurühren. Brentano 5, 145. — dazu ferner: beim nachtische tranken Eifrasius und Gockel bruderschaft, und Eilegia und Hinkel schwesterschaft, und Kronovus und Gackeleia spielkameradschaft. 113.
Zitationshilfe
„spielkamerad“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/spielkamerad>, abgerufen am 22.07.2019.

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