spielhahn m
Fundstelle: Lfg. 13 (1904), Bd. X,I (1905), Sp. 2399, Z. 36
birkhahn, laubhahn, tetrao tetrix. Nemnich, lagopus minor Adelung. vgl. Oken 7, 591 ff.: von dem spilhanen, grygallus minor. diser han wirdt gemeinlich in Schweytzeralpen, fürausz zuͦ Glaris, also genant, nit weisz ich warumb. ... ich mag nit wüssen ob es villeicht äben der vogel seye, so bey Coͤln und anderschwo ein birckhuͦn genennt wirdt. Geszner vogelb. v. Heüszlin (1582) 106ᵃ; birkhahn, berg- auch spiel- und mooshahn benennt, ist ein schwarzer wald-vogel, mit untermengt weiszen federn, der über denen augen hochrothe striche hat. Heppe wohlred. jäger 69ᵃ;
einen spielhahn bring' ich dir.
Pröhle volksl. 95.
mundartlich besonders im bair.-österr. Schm. 2, 666. Höfer 3, 160, spîlhaͦn Schöpf 689. Lexer 236. so genannt nach den glänzendschwarzen schwanzfedern, die spiel heiszen (s. das. III, 4, b, sp. 2319, weil er bei der balz damit spielt, wol auch mit bezug auf ihr farbenspiel), s. Thüngen waidm. pract. 192. 309. Adelung. (Campe, Weigand 2, 766 und Kehrein weidmannsspr. 276 fassen die bezeichnung, kaum mit recht, als spillhahn, s. das.) — dazu spielhahnfeder, f.: eine pelzmütze bedeckt sein dunkles lockenhaupt; sie ist mit einer spielhahnfeder geschmückt, die aus einem kreise von gemshaaren aufsteigt. Vischer auch einer 1, 153; der oberlieutenant trug ... ein graues hütchen mit kleiner spielhahnfeder leicht auf das linke ohr geschoben. P. Heyse ges. werke 13, 241;
und ein hut mit grünem band,
goldne fransen an dem rand;
spielhahnfeder, gemsenbart
stecket drauf, nichts ist gespart.
Brentano 5, 118.
dafür: über dem linken ohr sitzt keck das grüne hütchen mit dem spielhahnstosz. Pichler allerlei gesch. aus Tirol 1, 128.
Zitationshilfe
„spielhahn“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/spielhahn>, abgerufen am 17.10.2019.

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