skorbut m.
Fundstelle: Lfg. 8 (1902), Bd. X,I (1905), Sp. 1325, Z. 1
bezeichnung einer krankheit, scorbut Jablonski lex. (1721) 657ᵃ. Adelung. Campe ergänzungswb. Weigand⁴ 2, 674, aus spätlat. scorbutus ([morbus] qui aliis saucius et ulcerosus venter appellatur. belgica et vernacula nostra lingua schoorbuyck. a quo suum scorbutum formasse latini recentiores videntur. Eugalenus de Scorbuto morbo liber [1588] Bᵇ. nebenform scorbotus Kilian). vgl. ital. scorbuto, span. portug. escorbuto, frz. scorbut Diez⁴ 287, engl. scorbute. die volksmäszige form des wahrscheinlich auf germanischem sprachgebiet entstandenen worts ist scharbock. s. dies oben theil 8, 2177, dem auszer den dort erwähnten nd. und ndl. formen auch das aisld. skyrbjúgr. Cleasby-Vigfusson 564ᵃ (schon im 13. jahrh. bekannt. vgl. bjúgr, tumor) und schwed. skörbjugg, dän. skjørbug (vgl. schwed. skör, dän. skjør, adj. mürbe, spröde, zerbrechlich) nahe stehen: der erfolg hat gezeigt, dasz es (sauerkraut) eins der besten verwahrungsmittel wieder den scorbut sey. Forster reise um die welt 1, 41. man unterscheidet see- und landskorbut. mundartlich erscheint das wort entstellt zu skrubel. cimbr. wb. 262ᵃ.
Zitationshilfe
„skorbut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/skorbut>, abgerufen am 19.10.2019.

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