schwindel m
Fundstelle: Lfg. 14 (1898), Bd. IX (1899), Sp. 2653, Z. 72
vertigo. ableitung von schwinden (in der bedeutung II, 2, s. daselbst), also eigentlich abnahme, schwinden des bewusztseins. die bildung ist nur im hd. nachzuweisen (schwed. svindel stammt wol aus dem deutschen; vgl. indes neuisl. sundl, n. das verb. sundla, schwindlig werden, schon im altisl. bezeugt) und erst in nhd. zeit recht üblich geworden: ahd. swintal nicht bezeugt, dafür die verbalabstracta suuintilôd, aporia, vertigo, und suintilunga Graff 6, 884 f., mhd. swindel, swintel (nur im eigentlichen sinne) Lexer handwb. 2, 1376, nhd. durchgehends schwindel ohne abweichungen der form, vgl. Wachter 1496. Weigand 2, 670. Grimm gramm. 2, 35. 477, anm. auch mundartlich in derselben verwendung, s. Anton 4, 9. Hügel 147; nd. swindel (aus der schriftsprache) Mi 90ᵇ. ten Doornkaat Koolman 3, 382ᵇ.
1)
im eigentlichen physischen sinne, eine schwäche infolge von blutentleerung des gehirns, wobei das bewusztsein abnimmt und sich alles im wirbel zu drehen scheint, vgl. öconom. lex.² 2682.
a)
vertigo swindel, houp-swindel, schwindel, schwindel desz houptz (i. globus et motus circularis); swindel vel -tel, swindelen, -elunge Dief. gloss. 615ᵃ; swindal, swindung, swimel. nov. gloss. 380ᵃ. im mhd. ist dies die einzige bedeutung: eʒ vertreibt auch den swindel und die âmaht. Megenberg 340, 9;
swer ûf die zinnen sitzen gie
und er ze tal diu ougen lie,
den dûhte daʒ gevelle
sam er sæhe in die helle,
der swindel in ze tal zôch.
Erec 7882;
ich kleube etlîchem sîn houbet,
daʒ er den swindel gewinnen mac.
Heinr. v. Neustadt Apollon. 12544;
ouch tet er helferîchen rât
dien, die den swindel liten.
Walther v. Rheinau Marienl. 134, 25.
b)
nhd. schwindel, vertigo Dasypodius; tournement de teste, estourdissement de teste Hulsius 294ᵃ; vertigo ... der häuptschwindel, wenn alles mit einem ümbgehet. Corvinus fons lat. 720ᵇ; schwindel m. vertigo. vid. schweimel Schottel 1413; vertigine, capo-giro, stordimento Kramer dict. 2, 724ᵃ; schwindel, der, vertigo ... der haubt- sive kopfschwindel, rotatio capitis cum caligine oculorum. unde: vom schwindel übern haufen fallen. Stieler 1981; haubtwirbelung, sive schwindel. 2518; mit häufigen schwindeln geplagt seyn. wie im schwindel herum taumeln. Adelung; dasz ein bauwr eim doctor geklagt, wie in der schwindel und hauptwehe übel peinige. Kirchhof wendunm. 1, 141 Oesterley (1, 110); disz kraut ist auch allen denen personen gut, welche den schwindel haben. Sebiz feldb. 251; schwindel, ein gebrechen desz hirns. dieser mangel wirdt von den Griechen scotomia, den Lateinischen vertigo, genannt, dasz ist, ein umbwirblen. wir nennens aber gemeiniglich schwindel. das ist ein solcher gebrechen, dasz einen nicht anders gedünckt, denn es lauffe alles, so er sehe, gescheibs mit jhm umb, oder es vergehet jm das gesicht, jhm schwermen seltzame sachen und farben vor den augen umb. Wirsung arzneib. (1597) 129 C; es (lindenblütenwasser) wird auch sonst gebraucht wider den schlag, den schwindel und andere kalte gebresten desz hirns. Tabernaemont. kräuterb. 1397 G; vom schwindel desz haupts, σκότωμα. vertigo, der schwindel, nennen wir, wann einem das haupt schwindelt, und wüste ist, als wann alles mit einem umgieng, dasz ihm das gesicht drüber vergehet, und gar finster vor den augen wird. Coler hausbuch (1680) 2, 87ᵃ; ein gut trisenet für den schwindel und siechtag desz haupts. hausz- u. feld-apothek 61ᵇ; wer den schwindel hat, dem bedünckt, der boden gehe über und über. Lehmann bei Wander 4, 480; nicht ungleich dem schwindel, der uns alles doppelt sehen, und ohne stab oder aufenthalt, fallen machet. Butschky Pathm. s. 272; die ohnmacht, welche auf einen schwindel (einen schnell im kreise wiederkehrenden und die fassungskraft übersteigenden wechsel vieler ungleichartigen empfindungen) zu folgen pflegt, ist ein vorspiel vor dem tod. Kant 10, 170; komm! hilf mir auf! — es ist nur ein anstos von schwindel. Schiller räuber 5, 1 schausp.; Verrina (hält beide hände vors gesicht, und wankt in den sopha.) sei ruhig. es ist nur ein schwindel meine tochter. Fiesko 1, 10; 'schweig', erwiederte der tod, 'habe ich dir nicht einen boten über den andern geschickt? kam nicht das fieber, stiesz dich an ...? hat der schwindel dir nicht den kopf betäubt?' Grimm märchen 611; es war aber nur ein minutenlanger schwindel, der seine sinne lähmte. Heyse kinder der welt 2, 22;
und ist dem menschen trefflich gut,
für den schwindel jhm helffen thut.
H. Sachs 4, 2, 118ᶜ;
kaum floh der schwindel, so bot er den arm
der schönen.
Thümmel reise 6, 259;
der schwindel starrer augen.
Schiller 1, 260.
c)
verbale fügungen.
α)
den schwindel haben, bekommen Adelung; einer, der den schwindel hat, scomaticus, vulgo vertiginosus, melius vertigine laborans. Stieler 1981; den schwindel bekommen, vertigine corripi. Steinbach 2, 554; Sennacherib .. krieget ein harten schwindel, da jm für Jerusalem 185000 mann in einer nacht vom engel gottes erlegt, und er von seinen eigen kindern erschlagen wurde. Mathesius Sar. 83ᵃ; das kraut nymphaea ... von dem, der den schwindel bekommt, starck angesehen; vergehet der schwindel des hauptes alsbald. Butschky Pathm. s. 166. — den schwindel vertreiben, mederi vertigini. Frisch 2, 250ᶜ.
β)
schwindel als subject: einem der schwindel ankommen, venir la vertigine etc. ad uno. es kam mir ein schwindel, mi viene un raccapriccio. Kramer dict. 2, 724ᵃ; kaum aber hatten sie sich losgelassen, als Wilhelmen ein schwindel überfiel, nicht sowohl um seinetwillen, als weil er die kinder über dem ungeheuern abgrunde hängen sah. Göthe 21, 41; hat michs doch angepackt wie der schwindel. Schiller räub. 5, 1 schausp.; und wenn er oben war, dann schlug es zwei, dann packte ihn der schwindel und risz ihn hinab. Ludwig 1, 357;
ein schwindel, aber nur zum spasz,
befiel Dorinen, als ihr lehrer ...
der steife Cleon, bey ihr sasz.
Hagedorn 3, 103;
woher sonst dieses zittern, diese angst?
ist niemand hier? mir kommt ein schwindel an.
Grillparzer treuer diener 2.
d)
schwindel entsteht von krankheit u. ähnl.: das häuptwehe ... verursachet entweder den schwindel, oder die mimerey, oder das rasen. Comenius sprachenth. 297. von trunkenheit: saufen macht schwindel, sequitur vertigo potantes. saufschwindel, capitis error ex crapula. Stieler 1981;
leert herr — — wohlseyn aus,
bis der schmausz
unsern köpffen schwindel gebe!
Günther 915.
so auch:
die gäste schlummern hier, aufs kanape gesunken,
den mittagsschwindel aus, wenn sie zu viel getrunken.
Dusch verm. werke 155.
daher in Wien geradezu schwindl für rausch Hügel 147ᵇ. — von üblen gerüchen: der blose hauch seines mundes wird dich in jenen schwarzen todähnlichen schwindel hauchen, der den geruch eines berstenden asses und den anblick eines leichenvollen wahlplatzes begleitet. Schiller räuber 1, 3 schausp.von ermüdung der augen, besonders bei fortwährendem wechsel der gesichtswahrnehmungen: gleichermaszen zerrüttet auch das, was sich schnell bewegt, unsere augen, so dasz, wenn du in einen reiszenden strom hinabsiehst, eine art von schäumen und schwindel in dir entsteht, und auch das stillstehende sich vor dir zu bewegen scheint. Göthe 53, 110;
durch den zerfahrnen dunst von einer dünnen wolke,
eröfnet sich zugleich (auf einem berge) der schauplatz einer welt,
ein weiter aufenthalt von mehr als einem volke
zeigt alles auf einmahl, was sein bezirk enthält:
ein sanfter schwindel schlieszt die allzuschwachen augen,
die den zu breiten kreis nicht durchzustrahlen taugen.
Haller ged.¹⁰ s. 36.
am gewöhnlichsten beim hinabblicken in einen abgrund, eine bedeutende tiefe, oder beim befinden auf einer steilen höhe: nicht ohne schwindel hinab sehen können. Adelung; fremder. wo geht man hinauf, meine herren! ich möchte sie gerne besuchen. einer. ich rath' es ihnen nicht, wenn sie zum schwindel geneigt sind. Lenz 3, 212 (pandaemon. 1, 2); er (der schieferdecker) sieht nicht hinauf, wo vom zug der wolken am himmel der tötliche schwindel herabtaumeln kann auf sein festes auge. Ludwig 1, 194;
wo euch die grause höh,
die klipp auf der wir stehn in keinen schwindel stürtzet.
A. Gryphius 1, 68;
vergl.:
auf dir (den alpen) hauset entsetzen und graun in wolken gehüllet,
deine pfade besucht der bleiche starrende schwindel!
Stolberg 1, 210.
daher sprichwörtlich: wer den schwindel hat, darf kein schieferdecker werden. wer am schwindel leidet, der musz nicht klettern. Wander 4, 480; im gleichnis: warum machst du gemeinschaft mit uns, wenn du sie nicht durchführen kannst? willst fliegen und bist vorm schwindel nicht sicher? Göthe 12, 233 (Faust I). — ferner im bilde:
den gift'gen schierlingstrank
des pfaffenthums, von welchem schon das zweite
jahrtausend sich im schwindel dreht.
Schiller dom Karlos 1, 2.
e)
auch von der drehkrankheit der schafe, s. Nemnich, vergl. schwindelköpfig 1.
2)
weiterhin bezeichnet schwindel in freierer verwendung einen ähnlichen zustand mehr seelischer art, eine erregung, wobei man die klarheit seines selbstbewusztseins und die freie selbstbestimmung verliert, rausch, taumel, so im bilde: mit seinen (Egmonts) gesundheiten haben die gäste einen dauernden rausch, einen nie sich verziehenden schwindel geschöpft. Göthe 8, 186 (Egm. 1, 2). taumel der erregung, der begeisterung, der eine masse ergreift: der lärm nahm überhand. 'meine herren, rief der regierende archon so laut er konnte, was für ein schwindel hat sie überfallen?' Wieland 19, 250 (Abder. 2, 7); der allgemeine schwindel liesz keine wahl übrig; viele trieb bloszer leichtsinn zu der parthey, eine glänzende kameradschaft lockte die geringen, den furchtsamen gab die grosze anzahl ein herz. Schiller 7, 186; unangesteckt von dem schwindel ritterlicher oder religiöser begeisterung, welcher einen souverain nach dem andern dahin risz, krone und leben an das glücksspiel des kriegs zu wagen, strebte Johann Georg dem solidern ruhme nach, das seinige zu rath zu halten und zu verbessern. 8, 95; schnell muszte die hülfe seyn, ehe derselbe schwindel auch die übrigen truppen ansteckte, und man sich von allen armeen auf einmal mitten unter feinden verlassen sah. 317; giebt nun dieser feldherr zugleich auch proben seiner stärke, ... so reiszt der schwindel der begeisterung auch den furchtsamsten dahin. 9, 119;
ich bin betrübt, wie blutdurst meinen mann,
das ganze volk der schwindel fassen kann!
Göthe 13, 98 (Satyr. 5).
beim einzelnen: auch Festus urtheilte, dasz die viele belesenheit den Paulus verwirrt gemacht, und gab seinen fanatischen schwindel den büchern schuld. Hamann 2, 92. gewöhnlicher von überhebung, aufgeblasenheit, gröszenwahn: Hermann. ich habe niemals über das geklagt, was Wodan that. und er ist es, der unsre fürsten im schwindel hintaumeln läszt. Brenno. und der fürsten stolz ist es, der sie des taumels würdig macht. Klopstock 9, 325 (Herm. u. d. fürst. 9); da allerlei wahn, dünkel und schwindel obwaltet. 12, 66; jedem übrigens ganz unbenommen, den andern in gedanken so niedrig, sich selbst aber so hoch zu stellen, als es sein schwindel erlaubt. Thümmel reise 6, 310; dasz der glückliche nur dadurch gestürzt ward, dasz er sich in seinem glück nicht zu mäszigen wuszte, indem er entweder den neid andrer gegen sich erweckte, oder, vom guten fortgange seiner wünsche betäubt, in einer art von schwindel auch das unmögliche wünschte und über die linie, die ihm das schicksal gezogen hatte, die er auch mit nüchternem auge wohl hätte finden mögen, tollkühn hinausbrach. Herder 15, 419 Suphan; nun wirst du mir zugeben, Danischmend, dasz es je und allezeit eine höchst gefährliche sache ist, der erste mann in der republik zu seyn: gefährlich für den mann selbst, den sehr leicht ein gewisser schwindel darüber anwandeln kann. Wieland 8, 213 (Danischmend 26);
und wenns gleich auch zu wünschen wer, ..
das wir den allerfrömbsten herren
erwehleten, und ehrten gern,
so bleibt dabey doch die gefahr,
das sich der auch verandert gar.
das auff der hösten ehren spitz,
der schwindl jhn führt in aberwitz.
Rollenhagen froschm. V 1ᵃ;
gold und silber in dem beutel, gold und silber auff dem kleide;
dieses ist der hoffart schwindel, jenes hilfft ausz noth und leide.
Logau 2, 125, 31;
ferner vom taumel, rausch der liebe: meine liebe hat sich mit einer krankheit angefangen, womit die meisten unsers geschlechts befallen werden. mir ist es einerley, ob man sie milzsucht, oder fieber, oder gar den verliebten schwindel heiszt; so viel weis ich noch, dasz ich damals meine freunde beredete, ich sey hezaubert. Rabener 1, 209; heilsames gift! du sollst mir dieses bangen, diese schwindel, diese todesschweisze auf einmal verschlingen und lösen. Göthe 3, 197 (Egm. 1, ende); ich that's doch nur aus dieser elendigen ursach', weil ich nämlich von unserer angebeteten mamsell nicht los kann ... pah! wenn ich nur erst weg bin, wird der schwindel auch vergehen. P. Heyse 6, 130;
voll süszen schwindels flieg ich nach dem plaze.
Schiller dom Karlos 3, 2;
besinne dich! lasz deine klugheit nicht
verliebtem schwindel unterliegen!
Platen 203ᵃ;
Aucassin. gut, ich gehe, vater, fürchtet keinen neuen schwindel mehr!
233ᵇ.
noch anders, von dem wahnsinne Orests:
bin ich bestimmt zu leben und zu handeln
so nehm' ein gott von meiner schweren stirn
den schwindel weg, der auf dem schlüpfrigen,
mit mutterblut besprengten pfade fort
mich zu den todten reiszt.
Göthe 9, 35 (Iphig. 2, 1).
3)
eine weitere bedeutungsentfaltung zeigt schwindel, besonders in der neuern sprache, indem es einen unbesonnenen, unsoliden handel bezeichnet, meist als ausdruck moralischer verurtheilung.
a)
stellen, die sich dieser verwendung nähern, bietet vereinzelt schon das ältere nhd.: von disen haben auch die rhömische christen ... vil entnummen, und in jr religion tragen, als die leynine kleyder, beschorne blatten, der schwindel und verdraͤen beym altar. Franck weltb. 9ᵇ.
b)
so besonders kaufmännisch von einem unreellen geschäfte, nahezu soviel wie betrug: 'der schwindel in der handlung, welcher den marchand avanturier ausmacht'. Adelung; das ist nichts als schwindel. Campe. ähnlich: 'kurz und gut! ich sehe nicht ein, warum einer meiner söhne nach fremdem gute die hand ausstrecken soll, ohne einen streich darum gearbeitet zu haben. das ist ein schwindel wie ein anderer!' 'es ist ein schwindel, der da ist, so lange die welt steht,' sagte die frau mit lachen, 'dasz zwei sich heiraten wollen, die sich gefallen!' Keller 6, 287.
c)
auch von einer behauptung, meinung u. ähnl., die nicht genügend fundiert, leichtfertig, irrig oder erlogen ist: eine solche voraussetzung ist schwindel ... die Johanneische Lazarusgeschichte ist ohne schwindel nicht zu halten, sonst würde ja wohl Hengstenberg nicht, um sie zu halten, geschwindelt haben; kann, wenn sie nicht wahr ist, das christenthum nicht wahr sein, so ist das christenthum selbst ohne schwindel nicht zu halten; dann wäre es aber nicht einmal des schwindelns werth. D. F. Strausz d. halben u. d. ganzen 124; heute sind die pferde wieder angekommen, recht erholt. die sorge wegen der fuchsstute war ein schwindel. Bismarck bei Hesekiel d. buch v. gr. Bism.² s. 297 (brief v. 4. sept. 1863);
sagt, was ist geist? ein ding, das wir nicht kennen;
von dem wir ohne grund und räthselhaft
im schwindel nur uns eigenschaften nennen.
Seume ged. (1826) 227.
d)
vielfach nur im wegwerfenden sinne, um etwas als nichtig und wertlos zu bezeichnen, eitles treiben: ich musz mir doch den schwindel einmal ansehen. ferner concret von sachen: der ganze schwindel, ähnlich wie plunder, bettel; in der gaunersprache 'die ganze ungetheilte beute'. Avé-Lallemant 4, 607.
4)
besonderheiten.
a)
im ältern nhd. wird schwindel zuweilen auf schwinden bezogen und für 'schwund, abnahme' gebraucht (scherzhaft, vgl. schwindsucht):
den schwintel er im pewtel hat.
H. Sachs 1, 517ᵈ.
b)
in der gaunersprache für not. im schwindel sein, 'in not, verlegenheit'. Avé-Lallemant 4, 607. so auch als soldatenausdruck, z. b. wenn einer seinen anzug zum appell nicht in ordnung hat, oder eilen musz zurecht zu kommen, auch ängstlich ist, dasz es beim dienst schlecht geht.
schwindel adj.
Fundstelle: Lfg. 14 (1898), Bd. IX (1899), Sp. 2657, Z. 49
ganz vereinzelt für schwindelnd: mit weinenden augen, mit schwindelem hirne. der ewigen weiszheit betbüchlin (1518) 106ᵇ.
Zitationshilfe
„schwindel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/schwindel>, abgerufen am 24.08.2019.

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