schwerpunkt m
Fundstelle: Lfg. 14 (1898), Bd. IX (1899), Sp. 2575, Z. 45
der punkt, durch den ein körper in zwei gleich schwere theile getheilt wird, um den alle übrigen theile gleiche schwere haben Adelung. Jacobsson 4, 106ᵃ, centrum gravitatis Campe: jene fleiszigen männer ..., die in voller anstrengung ihrer riesenkräfte das stolze gebäude (ein schiff) aus seinem schwerpunkte von dem boden zu heben suchten, auf dem es errichtet war, um es auf kreischenden walzen in das meer zu rollen. Thümmel reise 7 (1800), 107; hast du beobachtet, wie der alte vorgebeugt seine last trug? er kennt die organisation seines körpers nicht, weisz nichts von schwerpunkt und schwerlinie, und doch trägt er seine last ganz vollkommen mit den gesetzen der physik übereinstimmend. Auerbach dorfgesch. 3, 35. in bildlichen wendungen: so sehr ich auch jetzt hinterher mich gerecht genug fühle, das übergewicht seines geistes in dem warmen gespräche, das sich unter uns entspann, anzuerkennen, so wuszte er doch während desselben den schwerpunkt so geschickt zu vertheilen, dasz es mir vorkam, wir hielten einander vollkommen die wage. Thümmel reise 7 (1800), 159; vielleicht treffen wir den mittel-, schwer- und brennpunkt dieser kreuzenden linien und stralen auf diesem standpunkt an. J. Paul Levana 1, 35; der dichter wählt historische stoffe, weil er darin den keim zu seinen eignen entwicklungen findet, vor allem aber, um seinen ereignissen und personen eine konsistenz, einen schwerpunkt der realität zu geben. Grillparzer 15 (1887), 115.
Zitationshilfe
„schwerpunkt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/schwerpunkt>, abgerufen am 18.06.2019.

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