schnurrpfeiferei f.
Fundstelle: Lfg. 8 (1896), Bd. IX (1899), Sp. 1422, Z. 48
besonders im plur. das womit sich ein schnurrpfeifer abgibt; schnurrpfeifereyen, närrische, komische dinge Kindleben 191; kunststücke, kunstfertigkeiten: man erschrickt, man lacht, man ist in verzweiflung über die gefährlichsten schnurrpfeifereien und die allgemein verständliche schwierigkeit, denn die wirkung ist ganz allgemein (bei Paganinis spiel). Zelter an Göthe, briefw. 5, 221; katalog dieser kunststücke und schnurrpfeifereien. J. Paul uns. loge 3, 167. in die bedeutung der läppischen und wertlosen kleinigkeiten übergegangen, nd. snurrpiperijen, läppische kleinigkeiten, spielwerk Dähnert 440ᵇ: becher, ringe, beutel, leuchter und ähnliche schnurrpfeifereien. Arnim 2, 236; wohin jene schnurrpfeifereien bestimmt sein mögen. Gutzkow ritter vom geist 1, 296; eine schachtel voll indianischer schnurrpfeifereien. Keller 7, 263; von worten, zuständen, handlungen: mit solchen schnurrpfeifereien (von einer rede) den leuten vom halse bleiben. J. Paul flegelj. 4, 16; so denkt man an Deutschland, duftige lindenbäume, Höltys gedichte —, an erste liebe und andere süsze schnurrpfeifereien. H. Heine 4, 28 Elster.
Zitationshilfe
„schnurrpfeiferei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/schnurrpfeiferei>, abgerufen am 14.10.2019.

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