schmusen verb
Fundstelle: Lfg. 6 (1896), Bd. IX (1899), Sp. 1135, Z. 32
reden, worte machen; jüdisch-deutsch nach schmus gebildet: einem schmusen, durch reden bei einem handel den vermittler machen, einem gut schmusen, zum vortheil; in der bedeutung des redens, erzählens weit über die mundarten verbreitet: rheinisch schmusen, schwätzen Kehrein 358; hessisch schmusen v. Pfister nachtr. 260; in Leipzig schmusen, schwatzen, vertraulich reden Albrecht 204ᵃ; ebenso mansfeldisch Jecht 97ᵃ; norddüringisch schmûse, schwatzen, viel worte machen Kleemann 19ᶜ; im Unterharz schmûsen, sprechen, plaudern Liesenberg Stieger mundart 198.
Zitationshilfe
„schmusen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/schmusen>, abgerufen am 18.10.2019.

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