schmuddel, schmudel m. (in Österreich f.),
Fundstelle: Lfg. 6 (1896), Bd. IX (1899), Sp. 1129, Z. 49
landschaftlich und der niedern sprechweise angehörig, besonders in Norddeutschland und Österreich.
1)
schmutz, unreinlichkeit, schmuddel Frischbier 2, 300ᵃ. Jecht 97ᵃ, schmudel Bernd 269, nd. smuddel Schambach 198ᵇ. ten Doornkaat Koolman 3, 232ᵇ und smudel Strodtmann 218.
2)
schmutzige, unreinliche person Frischbier a. a. o. Jecht a. a. o. Campe.
3)
österr. schmudl, f. ein liederliches frauenzimmer Castelli 246. Hügel 141ᵃ. Klein 2, 130. Bernd 417 (in Ungarn). ebenso westerwäld. schmuttel, schmull, f. unflätige weibsperson Schmidt 198. vgl. schmudeln.
Zitationshilfe
„schmuddel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/schmuddel>, abgerufen am 21.09.2019.

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