schlachtschüssel f
Fundstelle: Lfg. 2 (1894), Bd. IX (1899), Sp. 252, Z. 25
schüssel mit frischem fleisch, würsten, wie man sie in mitteldeutschen gegenden an freunde, nachbarn, verwandte schickt. Campe. Spiesz 213; in Thüringen zeigen gastwirte die 'schlachtschüssel' durch die zeitungen an, wenn sie wurstsuppe, frische wurst, schweinsknöchel vorzusetzen haben. übertragen: die vollen schlachtschüsseln hingerichteter provinzen, ich meine eure spiel- und speiseteller (bei hofe). J. Paul Hesp. 1, 42.
Zitationshilfe
„schlachtschüssel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/schlachtsch%C3%BCssel>, abgerufen am 21.07.2019.

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