pump m
Fundstelle: Lfg. 12 (1889), Bd. VII (1889), Sp. 2227, Z. 1
1)
dumpfer schall, fall, schlag (vergl.pumpes, ↗pumps, pums); kärnt. was pumper Lexer 46; crepitus (zu folgern aus pümplein), vgl. das zweite pomp und pumper 1, b, pumps 1.
2)
borg (gleichsam das herausschlagen, s.puff 6, mit anlehnung an pumpe, wie sich aus pumpen 3 ergibt): auf pump geben, leihen, nehmen u. s. w. Schm.² 1, 392 (auf bum 241). Schmid 105; wan .. der herr buchdrucker eim gweichten herrn hett wölln auf pump drucken. Schwabe tintenf. 101; das ist doch unverantwortlich, dasz du mir keinen rock auf pump machen willst. Lenz 1, 125;
(sie) wollten keine ovationen
von dem publiko auf pump.
H. Heine 18, 134;
ist kein geld in bänken,
ist doch pump in schenken
für den kreuzfidelen studio.
allgem. deutsches kommersbuch (1888) 247;
holsteinisch he givt pump (credit), he nimpt up pump (kauft auf credit) Schütze 3, 244.
3)
etwas bauschiges (vgl.puff 4), s.pumpärmel, -büchse, -hose.
pump
Fundstelle: Lfg. 12 (1889), Bd. VII (1889), Sp. 2226, Z. 66
s.pomp, ↗pumpel.
pump interj.
Fundstelle: Lfg. 12 (1889), Bd. VII (1889), Sp. 2226, Z. 67
was pum, vgl. plump:
vor freuden hüpfte sie sogar —
pump! lag mein Gretchen dort.
Weisze kom. opern 1, 107;
pump! lag er da, brach ein bein. Engel der philosoph für die welt 18; vom hammer- oder trommelschlage:
den bütner nennt er pumperlei pumb.
H. Sachs 4, 3, 58ᵇ;
das faszbinderisch pumperle pump. Fischart Garg. 190ᵃ; pimperlin pump 84ᵃ;
pump! pump! pump! biripump! biribunt!
los, en buebenumzug chund (kommt),
gschau doch, wie der tambour schleglet.
Usteri 1, 269.
Zitationshilfe
„pump“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/pump>, abgerufen am 19.07.2019.

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