parteigänger m
Fundstelle: Lfg. 8 (1886), Bd. VII (1889), Sp. 1470, Z. 39
der anführer eines den feind im rücken beunruhigenden streifkorps (s. partei 1, a), einer nur des gewinnes wegen dienenden und je nach den anerbietungen den dienst wechselnden kriegerschar, einer aus dieser schar, auch ein freibeuter (Ludwig 1377, s. partisan); übertragen, der führer einer politischen u. s. w. partei, sowie ein dazu gehöriger, der der feindlichen partei zu schaden sucht: hernach zog er in krieg und war ein gewaltiger partheigänger. Schuppius 114; unterwegs haben ihm etzliche parteigänger angesprengt. 143. 305; die vornehmste parteigänger vom gegentheil. Simpl. 1, 352, 13;
(Fama,) die partheigänger ... in sold nimmt.
Zachariä (1767) 1, 250;
bis sich die ganze masse des aufruhrs einem partheigänger zuwirft, der ehrgeizig genug ist, in der verwüstung zu ärndten. Schiller 3, 64 (Fiesko 2, 12); Luckner war ein Deutscher, der sich im siebenjährigen kriege als parteigänger gegen die Franzosen ausgezeichnet hatte. Becker weltgesch.⁴ 14, 286; man frage nur die parteigänger auf beiden seiten, welche ihrer gegner sie am meisten hassen, die feinde ihres vortheils oder die ihrer gesinnung! Börne 3, 258.
Zitationshilfe
„parteigänger“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/parteig%C3%A4nger>, abgerufen am 16.10.2019.

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