order f.
Fundstelle: Lfg. 7 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 1326, Z. 13
entlehnt aus franz. ordre (besonders militärischer) befehl, anweisung, (kaufmännischer) auftrag, auch oft in der franz. form gebraucht: die order Stieler 1400, die order oder ordre, der befehl Ludwig teutsch-engl. wb. 1366; von einem order bekommen, eine order verlangen, auf order des feldherrns u. s. w. Steinbach 2, 160; mündliche ordre. Simplic. 1, 798, 14; auf ordre ihres hofs. Leibnitz 2, 216;
bisz dein wort mir order giebt,
und befiehlet aufzustehn.
B. Schmolcke betracht. am sabbath (1739) 704;
sich an ordre binden. Lessing 12, 295; ich erwarte diesen abend noch truppen .. und musz an den thoren die order geben. Schiller 3, 103 (Fiesko 3, 9); ordre:
als ich die ordre gab.
12, 287 (Wallenst. tod 3, 8);
gib uns ordre hauptmann — was sollen wir weiter thun? 2, 159 (räuber, schausp. 4, 5); auch ist unsere gemessene ordre ihn in die enge zu treiben und lebendig gefangen zu nehmen. d. junge Göthe 2, 112 (order werke 8, 84); und doch haben wir gemessene ordre euch in der güte zu bereden, oder in thurn zu werfen. 146; plur. ordern (gewöhnlich orders oder ordres = franz. ordres) Stieler 1400: der ordres gemäsz zu leben. Ettner med. maulaffe 83; dasz nunmehr nachdrückliche ordres ... ergehen werden. Leibnitz 2, 294;
als die göttin rief,
ihn nach der götter ordern
zur rechenschaft zu fordern.
Rückert 3, 454.
Zitationshilfe
„order“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/order>, abgerufen am 23.04.2019.

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