oden
Fundstelle: Lfg. 6 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 1148, Z. 41
s.odem 3, b.
öden verb.
Fundstelle: Lfg. 6 (1885), Bd. VII (1889), Sp. 1148, Z. 42
vergl.ösen.
1)
ahd. ôdjan, mhd. œden, öde machen, vastare: öden, kompt Ödacker darvon, ein alter teutscher künig, der die land verhert hat. Aventin. 4, 30, 10; damit die wälder nit geödet werden. österr. weisth. 6, 430, 5 (16. jahrh.); bair. öden und ödnen, öde oder leer machen, verbrauchen, vermindern, verschlimmern Schm.² 1, 39. s. die composita ausöden, eröden, veröden.
2)
intransitiv, öde sein oder werden, ein ödes aussehen haben Staub-Tobler 1, 96:
so ödet, dunkel trauernd,
die alte burg herab,
und predigt: 'nichts ist dauernd,
und ruhig nur das grab!'
Tiedge 2, 32.
Zitationshilfe
„oden“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/oden>, abgerufen am 25.04.2019.

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