nagelneu adj. und adv
Fundstelle: Lfg. 2 (1882), Bd. VII (1889), Sp. 268, Z. 55
neu wie ein eben aus der schmiede kommender nagel (s.feuer-, funkelnagelneu):
ein nagelnûwer smertz.
meister Altswert 217, 29;
wend (wollt) ir aber hôren
nagelnuͤwe mêr.
Liliencron volksl. 96, 7 (v. j. 1451);
die hat an ain nagelneue pfait.
fastn. sp. 583, 24;
das ist ein nagelnüwes fögly (aucupium) Terent. deutsch 1499 bl. 43ᵇ; worvor er mir dann schaffte, was ich noch brauchte, und mich also nagelneu herausz butzte. Simplic. 1, 344, 6 K.;
mein lieber Hanns, merk auf den dantz,
welch melodei, ist nagelneu.
postiglion der lieb (1614) 21;
ein nagelneuer orden.
Fleming 166;
von blümlein ist erwählet
das bauzeug nagelneu.
Spee trutzn. 98 B.;
er hat ein schön hausz, nagelneu. Elis. Charl. (1871) 595; ein nagelneuer philosoph. Lessing 11, 748; denn ich bin ein ganz nagelneuer Türke. Tieck 1, 287;
rok und mantel nagelneu!
Schiller 1, 349;
ein quodlibet, wer hört es gern,
es ist noch nagelneu.
Göthe 11, 20;
nur auch ein nagelneues stück (lied).
12, 110;
nagelneue tischlieder. an Zelter 419; dies wäre nun freilich eine ganz nagelneue entdeckung. Merck briefs. (Wieland) 1, 226; in diesem nagelneuen jahre. Möser 2, 70; aber jetzt was nagelneues. F. Müller 1, 287; das schöne bett mit nagelneuem überzug. Hebel schatzk. 171.
Zitationshilfe
„nagelneu“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/nagelneu>, abgerufen am 22.10.2019.

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