nachtgewölk n
Fundstelle: Lfg. 1 (1881), Bd. VII (1889), Sp. 183, Z. 24
nächtliches, schwarzes gewölke, eigentlich und bildlich: gegen den nun aller groll wie nachtgewölk verschwunden ist. Schubart briefe 2, 333;
graunvoll tummelt er (der winter) nachtgewölk.
Voss ged. 3, 6;
bald flieszt in silberstreifen
das nachtgewölk wie duft!
5, 207;
kalte todesstürm und zweifel warfen
nachtgewölk in diesen lichten raum.
Tiedge Urania 1, 198;
thront denn ein nachtgewölk auf seinem haupt?
nicht doch, er hat nur schöne schwarze locken.
Immermann 3, 195;
es flieht der dummheit trauriges nachtgewölk,
der trug entflieht vor himmlischer weisheit licht.
Sonnenberg nachlese (1808) 184;
es stieg ein trüber nebelwind am Rheine,
auf dessen fittgen kam herangeflogen
ein nachtgewölk am deutschen himmelsbogen.
Rückert ged. (1847) 151
(der beleg zu nachgewölke sp. 64 ist zu tilgen).
Zitationshilfe
„nachtgewölk“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/nachtgew%C3%B6lk>, abgerufen am 21.10.2019.

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