langweilen verb
Fundstelle: Lfg. 1 (1877), Bd. VI (1885), Sp. 184, Z. 41
neben langeweilen, s. d. und oben unter langweile.
1)
langeweile empfinden, intransitiv: als wir nun so zusammen aneinander gelehnt beruhigt saszen, schien er zu langweilen. Göthe 22, 194; transitiv, langeweile erregen: du langweilst mich; etwas langweilig machen: langweilet und verekelt gebet und religion. Herder bei Campe; reflexiv sich langweilen, das gefühl der langeweile haben: ich langweile mich hier sehr.
2)
bairisch heiszt langweilen oder sich langweilen nach einem ding, sehnsucht danach empfinden. Schm. 1, 1490 Fromm.
Zitationshilfe
„langweilen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/langweilen>, abgerufen am 22.07.2019.

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