lästerhaft adj
Fundstelle: Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 257, Z. 8
dem lästern ergeben, gern lästernd: die lästerhafte zunge gleich den scharfen pfeilen. anm. weiszheit lustg. 535.
lasterhaft adj. und adv
Fundstelle: Lfg. 2 (1878), Bd. VI (1885), Sp. 256, Z. 77
den lastern ergeben: lasterhaft, mit lasteren befleckt, consceleratus, criminosus, flagitiosus, nefarius Maaler 264ᵇ; lasterhafte hand, manus ausa multa nefanda. ebenda; lasterhafte und schandtliche zuͦred, criminosa oratio. ebenda; ein lasterhafter mensch, homo vitiosus Steinbach 1, 988; er lebt lasterhaft, vitiis madet. ebenda; die armen bringt die verzweiflung, einen andern ausweg aus ihrem gegenwärtigen elend zu finden, zu dem unglücklichen entschlusz, es durch lasterhafte mittel zu versuchen. Wieland 7, 89; man will lieber jemanden lasterhaft als lächerlich erscheinen. Göthe 16, 213; durch sündhaftes, ja lasterhaftes wesen. 25, 122. wie lästerhaft: Xantippe hatte ein lasterhaftes maul, und liesze niemand unverletzter durch passirn. Abele künstl. unordn. 3, 124.
Zitationshilfe
„lästerhaft“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/l%C3%A4sterhaft>, abgerufen am 20.04.2019.

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