klausner m
Fundstelle: Lfg. 5 (1867), Bd. V (1873), Sp. 1039, Z. 46
der in einer klause lebt, einsiedler, ahd. clôsinari inclusus Graff 4, 566, chlôsanari Haupt 3, 373ᵇ, mhd. klôsenære, auch klûsenære wb. 1, 848ᵃ. 850ᵃ, über das n vergl.kellner, eine form ohne n s. unter klausnerin; mnd. klûsenêre Rein. vos 350. 357. 2817, mnl. clûsenâre, nnl. kluizenaar. Im 15. jh. noch klosener Dief. 292ᵇ, closner voc. inc. teut., und clusener, klusner, klausner Dief. 292ᵇ. 487ᵇ, klausner oder klosner voc. 1482 q 7ᵃ; aber auch mit umlaut cleusener voc. opt. Lpz. 1501 N 5ᵃ, kleusener, kleusner Dief. 292ᵃ:
und lebt recht wie ein kleusener.
Reinicke fuchs Frankf. 1583. 17ᵇ. 21ᵃ;
und sprach er wer ein kleusner worden.
21ᵇ;
noch bei Rädlein 541ᵇ 'klausner oder kläusner', vgl. u. klausnerleben. Jetzt nur mit au:
einsiedelnd auf des Aetna höhen haust
ein frommer klausner.
Schiller 508ᵇ;
gleich armen klausnern, nur an wünschen reich.
561ᵃ;
wenn ich melancholisch allein sasz in meinem zimmer, ähnlich dem klausner. Fr. Müller 1, 353.
clausner, klausner m
Fundstelle: Lfg. 3 (1855), Bd. II (1860), Sp. 629, Z. 4
eremita, mhd. klôsenære.
Zitationshilfe
„klausner“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/klausner>, abgerufen am 14.10.2019.

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