kerf m
Fundstelle: Lfg. 3 (1865), Bd. V (1873), Sp. 566, Z. 37
als verdeutschung von insectum vorgeschlagen, wie früher kerbthier: die würmer und insekten oder kerfe. Oken 5, 10, er ist wol der urheber; diese messfliegen (bücher) wachsen für andere kerfe aus dem miste der schlechten gesellschaftlichkeit. Jahn merke zum d. volksthum 253. das wort hat sich bei naturforschern u. a. wirklich festgesetzt. merkwürdig hat man das lat. wort schon im 16. jh. in den Niederlanden so übersetzt; Junius nomencl. (1577) erklärt es: beestkens sonder bloet, gekorven (s. sp. 560 unten), Kilian aber nachher führt mit auf: korve, gekorve, insectum, insecte (doch schon Binnaert nicht mehr).
kerf m
Fundstelle: Lfg. 3 (1865), Bd. V (1873), Sp. 566, Z. 47
mergelerde. Schmid schwäb. wb. 311; ich weisz mit der merkwürdigen angabe nichts anzufangen. gleich merkwürdig ist der anklang von böhm. karb mörtel, malte, kot.
kerf, kerfe, kerficht, kerfholz, kerfzeddel
Fundstelle: Lfg. 3 (1865), Bd. V (1873), Sp. 566, Z. 35
s.kerb u. s. w.
Zitationshilfe
„kerf“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/kerf>, abgerufen am 20.07.2019.

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