kennzeichnen
Fundstelle: Lfg. 3 (1865), Bd. V (1873), Sp. 554, Z. 42
characterisieren; neuerdings sehr beliebt, z. b. dieser vorschlag kennzeichnet hinlänglich die ganze partei, von der er ausgeht. seine anwendung ist aber eine beschränkte, schwerlich z. b. setzt man es für characterisieren in diesem falle: ich will dir den mann kurz kennzeichnen. Heinsius, der es schon aufführt (1819), erklärt es allerdings allgemeiner: mit kennzeichen versehen, die kennzeichen angeben; man findet es auch für scharf bezeichnen überhaupt, z. b. von einem dampfer der in see sticht: zuletzt war die richtung, die das schiff nahm, nur noch durch die aufsteigende rauchsäule gekennzeichnet. nl. kenteekenen gibt übrigens schon Weiland (1803).
Zitationshilfe
„kennzeichnen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/kennzeichnen>, abgerufen am 17.10.2019.

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