kännchen n
Fundstelle: Lfg. 1 (1864), Bd. V (1873), Sp. 164, Z. 12
demin. zu kanne.
1)
zum trinken: mein weib delectierte sich stündlich mit wein, dann sie hatte ihr das känngen sint unsrer hochzeit dergestalt angewehnt, dasz es ihr selten vom maul kam. Simpl. 1, 486; das frauenzimmer sasz dahinten und trank aus einem kännchen allein (kaffee). Stillings wandersch. (1778) 190; schüsselchen, tiegelchen, kännchen. Göthe 24, 13. kännichen Steinb. 1, 827, Frisch 1, 499ᶜ; s. auch kännlein, käntchen, käntlein. älter nl. kannekijn, daher engl. cannakin.
2)
als masz. kännchen hiesz in Leipzig die halbe kanne, das nöszel. Adelung. so schon ahd. nach einer Schlettst. glosse 'eminam kanali' Haupt 5, 362, hemina ein halber sextarius; vgl.kännlein.
Zitationshilfe
„kännchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/k%C3%A4nnchen>, abgerufen am 21.07.2019.

Weitere Informationen …