heimatlos adj
Fundstelle: Lfg. 4 (1871), Bd. IV,II (1877), Sp. 867, Z. 8
ohne heimat: wie er .. auf ungebahnten straszen hinziehe, mit gefahr und noth zu felde liege, und bei so viel unbestand und wagnis sich gewöhne heimathlos und freundlos zu sein. Göthe 17, 321;
als noch im hause lag die bleiche hülle,
da wuszt ich nicht, wohin nach ihr mich wenden;
sie schien mir, heimathlos, mit klaggeberde
zu schweben zwischen himmel hin und erde.
Uhland ged. 142;
die heimath blosz macht heimathlos
die kinder ihres dichters.
Freiligrath ges. dichtungen 3, 203.
im polizeistile: der heimatlose verbrecher N., der nirgends ortsangehörig ist.
Zitationshilfe
„heimatlos“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/heimatlos>, abgerufen am 22.09.2019.

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