adj.
Fundstelle: Lfg. 9 (1935), Bd. IV,I,VI (1935), Sp. 1425, Z. 72
'aus freundlicher meinung, absicht hervorgegangen', vgl.gut III B 3: dieser so gutgemeinte anschlag möchte sofort ins werk gerichtet werden A. U. v. Braunschweig Octavia (1677) 1, 552; es werden dieselben (herren) aus denen ... begehrten und gutgemeinten erinnerungen rathsam abnehmen können, ob das ... projekt den intendirten zweck zu befördern werde geschickt seyn Thomasius ernsth. ged. u. erinn. (1720) 2, 158; den jünglingen gebe ich den gutgemeinten rath, sich noch vorzusehen J. A. Cramer d. nord. aufseher (1758) 2, 90; reiztest du ... durch irgend eine gutgemeinte strenge ... seine empfindlichkeit? Meiszner Alcibiades (1781) 1, 75; oft im gegensatz zur mangelnden guten ausführung mit einem stich ins pejorative: (will ich) hoffen, ... dasz diese wenige, doch gutgemeinte arbeit so werde aufgenommen werden Neumark fortgepfl. mus.-poet. lustw. (1657) 235; es kann seyn, dasz wir dem grundsatze: das trauerspiel soll bessern, manches elende aber gutgemeinte stück schuldig sind Lessing 17, 64 L.-M.; der frieden, welcher in dem gutgemeinten bilde atmete, stieg auch in meine seele G. Keller ges. w. 1, 151;
gutgemeint
wird oft beweint
W. Körte sprichw. 181.
Zitationshilfe
„gutgemeint“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/gutgemeint>, abgerufen am 16.09.2019.

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