groszeltern
Fundstelle: Lfg. 4 (1925), Bd. IV,I,VI (1935), Sp. 532, Z. 36
plur., die eltern der eltern, seit dem 16. jh. bezeugt: wie dieses Thedel unvorferden groseltern geheissen haben Thym Thedel v. Wallmoden 4 ndr.; wann die gross-eltern hieran ihrem sohne und enckeln die warheit erzehlet haben Prätorius winterflucht 169; gern mit eltern verkoppelt, zumal in bestimmten wendungen: in dem wahren .. glauben, so wir von unszern eltern und groszeltern empfangen acta publ. 2, 326 Palm; und würde ihren eltern und groszeltern niemand etwas böses nachsagen können Chr. Thomasius ernsth. gedank. 2, 309; weils die eltern und groszeltern auch gethan haben J. M. Miller predigten f. landvolk 2, 191; hier klingt die weitere bedeutung 'vorfahren' mit, die im 16. u. 17. jh. sehr lebendig ist und lexicalisch noch im älteren 18. jh. im vordergrunde steht: voreltern sive groszeltern avi, autores generis, majores, antecessores Stieler 36; avi, antenati, maggiori Kramer teutsch-ital. 1, 569ᶜ; majores, avi Steinbach 1, 337;
wie der maulesl treibt viel parlaren,
das sein grosseltern pferde waren
Rollenhagen froschm. (1595) v 5ᵇ;
Adam und Eva unsere grosz-eltern
Moscherosch ges. 2, 141;
dasz alle völcker einerley grosz-eltern haben
Lohenstein Armin. 2, 1026ᵇ;
älterer sprache sehr geläufig ist die paarung: wie denn unsere lieben vorfaren und groszeltern ... solcher erbarkeit in kleidung sich beflissen haben Musculus hosent. 15 ndr.; was er seinen ruhmwürdigen vorfahren und groszeltern am allermeisten schuldig sey Chr. Weise polit. redner 687. dazu groszelterlich, adj.: dasz diese beyde grafen ... ihm von ihrer groszelterlichen seite her verwand wären Bucholtz Herkuliscus 1300; mit der aussicht auf das groszelterliche erbe A. v. Droste br. 134.
Zitationshilfe
„groszeltern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/groszeltern>, abgerufen am 24.10.2019.

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