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Fundstelle: Lfg. 13 (1958), Bd. IV,I,V (1958), Sp. 1948, Z. 2
mit gras bewachsener, trockener erdboden, besonders als weideland; vgl.grasland: einen ... grossen zwinger ... darinnen gras-boden ... ist Döbel jägerpractica (1754) 2, 93; man sah noch in zweijährigem grasboden furchenstreifen, so oberflächlich war gehacket worden Jer. Gotthelf ges. schr. (1855) 2, 184; der compost ist vorzugsweise für grasland geeignet und gemacht, ... die höchst unzweckmäszige ... methode zu verdrängen, nach welcher man den stallmist über die oberfläche des grasbodens verbreitet Schwerz prakt. ackerbau (1882) 85; mich freut noch die scharfe linie meines hauses, wie es da aus dem grasboden steigt Kluge Kortüm (1938) 594. ähnlich von grassoden: auf diese (birkenrinde als dachbedeckung) legt man dann eine feste schicht grasboden Lueger lex. d. ges. techn. (1894) 4, 277. älterer gebrauch erinnert an den von gras I C 1:
dieweil ich also schwach vnd alt
erzeiget habe mein gewalt,
an dem juͤngling Darete kuͤn,
so ich auff dem graszboden gruͤn
wolt gaͤntzlich haben vmbgebracht,
wann ich nicht hett mein ehr bedacht
Spreng Äneis (1610) 94ᵇ;
die (haben) irgend auff einem grass-boden geschlaffen Dannhawer catech.-milch (1657) 6, 702. ein auf grasflächen bezogener gebrauch im plural ist selten: (Bayern) hatt auch viel wein ..., gutte graszboden, den hauffen viech Welser bayr. gesch. (1605) 177; darum ist das beste vor das vieh, wenn sie an erhabene truckene gras-böden können getrieben werden allg. haush.-lex. (1749) 1, g 1ᵃ; vorkommen (des läusekrauts): ... auf steinigen grasböden der Alpen Schlechtendal flora von Deutschland (1880) 17, 299. —
Zitationshilfe
„grasboden“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/grasboden>, abgerufen am 13.11.2019.

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