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Fundstelle: Lfg. 8 (1954), Bd. IV,I,V (1958), Sp. 1206, Z. 42
in einer vereinzelten bildung ad hoc von dem unmittelbaren erlebnis des daseins gottes:
andacht, gottesbeweis, beweis des ewigen lebens,
vorschmack himmlischer freuden für jeden, der innig dich kennet
Lavater handbibl. f. freunde (1791) 5, 254.
zum folgenden weisend, aber noch nicht terminologisch gefestigt, in der (rhythmisch bedingten) form gottbeweis:
wer überall ihn (gott) sieht, was wollt ihr dem ihn zeigen?
drum wollt mit euren gottbeweisen endlich schweigen
Rückert ges. poet. w. (1867) 8, 557.
als philosophischer terminus der aus dargelegten beweisgründen auf die existenz gottes gezogene schlusz; erst seit der zweiten hälfte des 19. jhs. nachweisbar anstelle der älteren verbindung beweis der existenz gottes (z. b. Schelling w. [1856] II 1, 274) u. ä.: die fortbildung des ontologischen gottesbeweises seit der zeit der vernunftkritik in: jahrbücher f. protest. theol. 7 (1881) 577; 582; die gottesbeweise haben sich als falsch erwiesen, aber lächerlich wäre es deswegen die existenz gottes für widerlegt zu halten N. Hartmann ethik (1935) 648; was lernt er (der katholische priester)? gehobenen katechismus, einige gottesbeweise und etwas apologetik Langgässer d. unauslöschl. siegel (1946) 71. —
Zitationshilfe
„gottesbeweis“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/gottesbeweis>, abgerufen am 22.07.2019.

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