gewinnbringend adj
Fundstelle: Lfg. 8 (1908), Bd. IV,I,III (1911), Sp. 5922, Z. 40
(vgl. gewinn bringen sp. 5910): lucrificus, gewinnbringend. König 674ᵇ; quaestuosus, gewinnsam, gewinnbringend, gewerbhaftig. Dentzler 640ᵇ; gewinnbringend, lucrativus, quaestuosus, lucrosus, compendiosus. Aler 1, 936ᵇ (die wohlredenheit ist gewinn bringend. 937ᵃ); ähnlich Kirsch, Matthiae (s. unter gewinnbegierig); desgl. Hederich 1, 1424 (gewinnbringendes jahr — kaufmannschaft — schaden); gewinnbringend, gewinnsam, einträglich, gewinzaam. Kramer 2, 97ᵇ; gewinnbringend, lucratif, profitable, avantageux. Schwan 1, 746ᵃ; gewinnbringend, yielding or bringing profit or gain, profitable, lucrative. Hilpert ii, 1 s. 464ᶜ.
1)
in beziehung auf erwerb und geschäftsverkehr: wie können künste sich heben, wo der ackerbau danieder liegt? wo die erste quelle des reichthums, der unabhängige, gewinn-bringende fleisz der menschen, und mit ihm alle bäche des handels und freien gewerbes versiegt ... waren? Herder ideen (18, 6) 4 (1791), 196; ein kaufmann ist gewohnt, sein geld vornehmlich zu gewinnbringenden unternehmungen ... anzuwenden (to employ his money chiefly in profitable projects). Garve übers. des Adam Smith (3, 4) 2², 234; aber diese summe ist dennoch von zu groszem werthe, als dasz sie müszig liegen bleiben sollte. sie wird also auszer landes versandt werden, dort eine gewinnbringende anwendung zu suchen, die sie innerhalb desselben nicht finden kann (profitable employment 2, 2) 2², 35; jeder zweig der menschlichen betriebsamkeit, und jede form, in welcher sich die menschliche thätigkeit äuszern mag, mag zwar im allgemeinen betrachtet, unter gewissen besonderen verhältnissen, gewinnbringend werden können. Lotz revis. d. grundbegriffe (§ 253) 3, 398; und das dasein für einen gewinnbringenden jahrmarkt erachten. Kautzsch übers. v. weish. Salom. 15, 12 (geben für, man müsse allenthalben gewinn suchen. Luther, compositam ad lucrum); und dass überall hin ... von Arabern oder deren anhängern elephanten- und menschenjäger ausgeschickt worden sind, um gewinnbringende waare zu erbeuten. graf v. Götzen durch Afrika (1895) 146.
2)
übertragen: sein (des constitutionnels) kampf gegen die jesuiten, gegen den klerus, gegen die restauration in allen ihren verzweigungen, selbst in den romantischen des dramas, war einst eben so glorreich, wie gewinnbringend. Karl Gutzkow briefe aus Paris (7) 2 (1842), 173; ihrem tiefen bedürfnisse nach moquerie und klatsch ... suchte sie durch ein briefliches geplauder mit dem prinzen zu hilfe zu kommen, der, ein feinschmecker auf dem gebiete der chronique scandaleuse, nicht müde wurde, sie zur fortsetzung einer beiden teilen gleich gewinnbringenden korrespondenz zu ermutigen. Fontane (vor dem sturm) I, 1, 169.
Zitationshilfe
„gewinnbringend“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/gewinnbringend>, abgerufen am 14.10.2019.

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