gespenstisch adj. und adv
Fundstelle: Lfg. 11 (1895), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 4148, Z. 48
gespensterartig, geisterhaft, unheimlich, wie spenstisch Göthe (1840) 6, 105, vgl. gespenstig:
hab ein gespenstisch weib hier sitzen sehn.
Schiller XIII, 176 (jungfr. v. Orl., prol. 2. auftr.);
den gespenstischen Holländer. H. Heine verm. schr. 241, vgl. gespensterschiff;
das gespenstische gezücht (fledermaus).
Göthe 41, 41 (Faust 5487 Weim.);
der gegensatz von unverwüstlichem gesundem sinn und gespenstischem trug. 46, 274;
ein seltsam bild vorüber schleicht,
gespenstisch fast, unheimlicher gast.
Chamisso 3, 286;
substantivisch: jene kränklichkeit und einbildungskraft, welche uns für das gespenstische und übersinnliche empfänglich macht. H. Heine verm. schr. 241.
Zitationshilfe
„gespenstisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/gespenstisch>, abgerufen am 22.07.2019.

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