fresser m
Fundstelle: Lfg. 1 (1863), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 137, Z. 53
1)
gulo: speise gieng von dem fresser und süszigkeit von dem starken. richt. 14, 14; und ich wil fur euch den fresser schelten, das er euch die frucht auf dem felde nicht verderben sol. Maleachi 3, 11; sihe, wie ist der mensch ein fresser und ein weinseufer. Matth. 11, 19. Luc. 7, 34 (goth. sai manna afêtja jah veindrugkja); da ist niemand der da wehret oder verteidingt, das solche fische nicht anders sind, denn den fressern für die ougen gelegt. Luther 3, 228ᵇ; denn die speise war dem tod zu stark und hat den fresser verzeret und verdawet. 3, 374ᵃ; die pfaffen fresser, brasser, hurentreiber. 3, 517ᵇ;
hui fresser wie drescher!
wunderh. 2, 80;
faste du, du fresser sonder gleichen!
Gryphius 1, 643;
wo nun führst den fresser du hin, ungesegneter sauhirt?
Od. 17, 219,
wo denn leitest du hin den strolch, unseliger sauhirt?
Uschner.
πῇ δὴ τόνδε μολοβρὸν ἄγεις, ἀμέγαρτε συβῶτα;
μολοβρός ist schmutziger fresser, μολόβριον ferkel.
2)
der fresser an bäumen, eine krankheit. Sebiz 375.
Zitationshilfe
„fresser“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/fresser>, abgerufen am 21.09.2019.

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