frauensperson f
Fundstelle: Lfg. 1 (1863), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 82, Z. 38
femina, ein falschgebildetes, schleppendes wort, das bei Gellert, Lessing noch nicht erscheint, desto häufiger bei Wieland und von Adelung ins wb. eingelassen ist. es musz wol aus einem nnl. vrouwspersoon herrühren und wurde im böhm. žemska osoba nachgeahmt; es soll eine weibliche, wie mannsperson eine männliche person ausdrücken, die man nicht frau, weib, mädchen, nicht mann, kerl nennen will, einen unbestimmten begrif geben. sobald eine frauensperson zu interessieren anfängt, sobald entdeckt man reizungen an ihr. Wieland 1, 313. 2, 47 u. s. w. vgl.weibsperson.
Zitationshilfe
„frauensperson“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/frauensperson>, abgerufen am 21.07.2019.

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