fortan
Fundstelle: Lfg. 1 (1863), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 10, Z. 73
porro, deinde, oft geschrieben fort an: es verlief aber das gewesser fortan und nam abe. 1 Mos. 8, 5; und Saul sahe David saur an, von dem tage und fortan. 1 Sam. 18, 9; derhalben vermane und bitte ich euch, das ir mir und meinem son fortan freundlich und trewlich sein wollet. 2 Macc. 9, 26; beware fortan dein haus, welches wir newlich gereiniget haben. 14, 36; lasset uns inen nun vortan besser halten. H. Stade K 3;
die Ader (Oder) zeucht darnach fortan.
Alberus 59ᵇ;
und wirt selber fort an
der trunkenheit gar müszig gan.
H. Sachs I, 415ᵃ;
wer weiter kan,
der sing fortan!
Garg. 89ᵇ,
kunst, ehre, lust, vermögen und fortan,
ist alles dis auch mehr als nur ein wahn?
Fleming 286,
und so fort an. Simpl. K. 1040; da begehen sie ganz unverschämt solche läufe, darin ihr wein und korn ein mehrers gelte, da viehe und schmalz theuer werde und so fortan. vogeln. 2, 22;
dasz er bedächtiger so fort an
hinschleiche die gedankenbahn.
Göthe 12, 95;
jeder jedem! so fortan!
dünkt michs doch es sei gethan.
12, 281;
dies 'sofort an' liebte Göthe in briefschlüssen seiner spätern lebenszeit, z. b. an Zelter 680. 694. 743.
fröhlich unsrer beut und später
wallten wir fortan.
Voss 5, 221;
und dies sei fortan ihr beruf,
wozu der meister sie erschuf!
Schiller 80ᵃ;
und ein vertraulich band umschlinge fortan
die kronen Frankreich und Britannien.
417ᵃ.
s.furtan. die schillerschen stellen betonen fórtan statt des gewöhnlichen fortán.
Zitationshilfe
„fortan“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/fortan>, abgerufen am 13.11.2019.

Weitere Informationen …