eintrinken
Fundstelle: Lfg. 2 (1859), Bd. III (1862), Sp. 331, Z. 8
imbibere, nnl. indrinken, schw. indricka, dän. inddrikke: wider das klopfen des herzens soll man sauerampfersaft eintrinken. Tabernaemont. 828;
und trinket durch den wein
viel tausend thränen ein.
Opitz 1, 7;
vergaszen sie doch nicht sie aufzuheben, wormit ihr das eingetrunkene wasser zum halse heraus schieszen konte. Lohenst. Arm. 1, 1291; ihre zwiebeln wären fast so geschickt alle farben, als das wachs jede gestalt anzunehmen, und die schwämme die feuchtigkeiten einzutrinken. 1, 1395;
das erdreich prüft die last des eises und der garbe,
und trinkt bald reif, bald schnee, bald thau und regen ein.
Günther;
schmilz! es harren blümchen dein,
die für mädchenbusen blühen,
trinken deine labung ein.
Overbeck 15;
wüsten trinken,
wenn die bächlein winken,
gern die bächlein ein.
18;
der sprachlose wonneseufzer, von der brust in schnellen zügen eingetrunken. J. P. Hesp. 3, 89; dörft ich in diesem zimmer, in dem kreis deiner augen leben, mit dir die éine luft eintrinken. Klingers th. 3, 167; keine klagen soll dein ohr eintrinken. 3, 411.
Zitationshilfe
„eintrinken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/eintrinken>, abgerufen am 24.10.2019.

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