döse f
Fundstelle: Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1310, Z. 19
ein rundes hölzernes gefäsz, büchse, schachtel Brem. wörterb. 1, 231, gärbottich Beil 148. in Baiern desen destn destel Schmeller 1, 401. 402. in Schwaben tause büchse Schmid 122, in der Schweiz tase taase tose tause ein hölzernes, ablanges milchgefäsz das mit zwei daran befestigten armbändern am rücken getragen wird. tausel dausel m. ein kleines hölzernes milchgeschirr das nur drei masz hält und in den händen getragen wird Stalder 1, 268. 274. in Östreich desn f. kübel zur aufbewahrung des schmalzes Castelli 109. nach der verschiedenheit des gebrauchs backdöse und waschdöse, in brauhäusern zum abkühlen des biers kühldöse.
dose f
Fundstelle: Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1310, Z. 8
capsa, niederl. doos dooze, isl. dôs, dän. daase. man braucht das wort gewöhnlich nur bei schnupftabacks-, rauchtabacks- oder zuckerdose; in jener bedeutung führen es zuerst Stieler 349, Frisch 1, 203ᵇ, Steinbach 1, 285 an.
mein schultheisz
hält die dose sich über dem bauch und streichet den deckel.
Mörike Idyll. 29.
aus dem französischen, wie Adelung meint, ist es nicht entnommen, wo es in dieser bedeutung nicht vorkommt (man sagt tabatière, boîte à tabac, im englischen snuff-box), sondern es ist ursprünglich eins mit dem folgenden.
Zitationshilfe
„döse“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/d%C3%B6se>, abgerufen am 19.08.2019.

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