blumig
Fundstelle: Lfg. 1 (1854), Bd. II (1860), Sp. 167, Z. 22
floridus, floreus, oft mit dem begrif von bunt:
die obere sonne
bildet mit dieser vertrauten gehülfin den blumigen frühling.
Klopstock Mess. 1, 627;
was empfand ich, als nun das neue leben mich aufhub
aus der blumigen gruft.
15, 408;
die blume blühet, mit welcher
einiger gräber geliebte nun bald bestreuen, und dennoch
sprach nicht los das gericht den todten im blumigen grabe.
16, 36;
o gefeiert sei mir, blumiger zwölfter mai!
werke 1, 46;
jetzo standen sie all in der blumigen au des Skamandros.
Voss Il. 2, 467;
erztlich gebeut sie uns der wunderbaren seirenen
zaubergesang zu meiden, und ihre blumige wiese.
Od. 12, 159;
der blumige zarte schmetterling. Tieck ges. nov. 1, 25; die blumigen, lichten stunden rücken vor dem auge des menschen vorüber. J. Paul Hesp. 3, 171; die blumige welt des mondes. herbstbl. 3, 266; es ist weniger die kunst, als das blumige, fröliche, hohe farbenspiel, wobei man auch bei regenwetter immer in den sonnenschein zu sehen glaubt, was mich zu dieser malerei (der glasmalerei) hinzieht. Hegner 4, 175.
Zitationshilfe
„blumig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/blumig>, abgerufen am 14.10.2019.

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