betrinken
Fundstelle: Lfg. 8 (1854), Bd. I (1854), Sp. 1718, Z. 22
1)
inebriare, einen betrinken, berauschen: er verstund die kunst briefe zu eröfnen, andre unterzuschieben, falsche nachrichten auszustreuen, leute zu betrinken, damit ihre wachsamkeit ihm nicht hinderlich fiele. J. E. Schlegel 5, 297.
2)
sich betrinken, inebriari: er betrank sich immer.
3)
betrunken, ebrius:
im kopfe war mirs wie betrunken.
Göthe 1, 23;
vom dunst der ehre betrunken.
E. von Kleist 1, 13;
und pries den weisen mann, der schlau die sorgen schwächt,
und in betrunknem gras sanft hingegossen zecht.
Uz 2, 76;
wenn die blutbetrunknen Römer sich nach schlachten wuschen von innern blutflecken. J. Paul dämm. 74.
Zitationshilfe
„betrinken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/betrinken>, abgerufen am 21.09.2019.

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