belang m
Fundstelle: Lfg. 6 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1436, Z. 6
momentum, bedeutung, nnl. belang: die sache ist von belang, von keinem, von geringem belang; bei dem volke anfragen, ob die republik die urtheile fällen sollte? die antwort war, des belangs wäre die sache nicht. Klopstock 12, 276; da die aldermänner dabei blieben, nichts vorzunehmen, das von belange wäre. 12, 330; eine moralische betrachtung von wichtigem belang. Wieland 8, 199; wir können uns keinen moralischen werth von belange denken. Kant 6, 228; sein ganzes wesen war allem, was man belang nennen kann, geradezu entgegen. Hippel lebensl. 1, 55; wol zwanzig bis dreiszig gute bücher unter drei bis viermal so vielen, die entweder schlecht oder von keinem belang waren. Siegfr. von Lindenb. 4, 302; ein ausdruck von sehr wichtigem inhalt und belang. Münchhausens reisen 46; dieses weiter auszuführen würde von wichtigem belang sein. Göthe 23, 248; auch ist das mein erstes thierstück von belang, das ich in die gänge dieses werkes aufhänge und fest mache. J. Paul flegelj. 1, 86.
Zitationshilfe
„belang“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/belang>, abgerufen am 23.05.2019.

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