behauen
Fundstelle: Lfg. 6 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1330, Z. 21
dolare, concidere,
1)
holz, steine behauen, zurichten: altar von ganzen steinen, die mit keinem eisen behawen waren. Jos. 8, 31; behewet das holz und cirkelts abe. Es. 44, 13;
knabe, du siehest nun steine behaun,
ordnend sich fügen, zu häusern sich baun.
Göthe 4, 140.
2)
interlucare, bäume behauen, aushauen, lichten: hawet den bawm umb und behawet im die este. Dan. 4, 11; von der eiche:
je mehr man sie behäut, je mehr sie äste trägt.
Opitz 3, 295.
3)
bergmännisch, den gang, das gestein behauen, anhauen.
4)
unbehauen, ungehobelt: ein unbehauenes, loses maul. Stalder 2, 26.
Zitationshilfe
„behauen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/behauen>, abgerufen am 19.08.2019.

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