bedingung f
Fundstelle: Lfg. 6 (1853), Bd. I (1854), Sp. 1235, Z. 22
conditio, das bedingende und bedingte, erst in den letzten jahrhunderten üblich geworden, auch nnl. unbekannt: bedingungen machen, stellen, feststellen, vorschreiben, halten, brechen, annehmen, ausschlagen, verwerfen, sich gefallen lassen; es soll nur unter der, unter keiner andern bedingung geschehen; es erfolgt unter den ehrenvollsten bedingungen; bedingung eingehen (capitulieren). Opitz Arg. 2, 431;
den flug
des denkens hemme ferner keine schranke,
als die bedingung endlicher naturen.
Schiller 279ᵇ;
so müsse man in seinem eignen Wien
dem kaiser die bedingung machen.
351;
sie sind auf jegliche bedingung mein.
363ᵇ;
ich kann hiezu einen mir bekannten feldchirurgus vorschlagen, der jetzt um leidliche bedingung (lohn) zu haben ist. Göthe 17, 44; es gehört zu den traurigsten bedingungen, unter denen wir leiden, uns nicht allein durch den tod, sondern auch durch das leben von denen getrennt zu sehen, die wir am meisten schätzen. an Zelter 70; ich habe späterhin der welt und ihren bedingungen gelebt, aber in jenen tagen lebte ich dir und mir. Tieck ges. nov. 3, 239.
Zitationshilfe
„bedingung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/bedingung>, abgerufen am 18.08.2019.

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